Berliner Notizen: Schwarz-Gelb ist zurück - als Fanclub

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Hagen Strauß

Berlin. SCHWARZ-GELB ist zurück im Bundestag! Okay, nicht politisch: Die SPD hat einen Fanclub von Borussia Dortmund gegründet. Unser Berliner Korrespondent Hagen Strauß weiß mehr über die Sache.

Denn „mit Bestürzung", so der Parlamentarier Dirk Wiese in einem Schreiben an die Kollegen, habe man festgestellt, dass sich „ein bajuwarischer Fanclub gründen wird. Mit Beteiligung der halben CSU!" Das sei nicht hinzunehmen, so Wiese. Unser Berliner Korrespondent Hagen Strauß weiß mehr über die Sache

„Rot ist nur in der Politik und Schwarz-Gelb nur im Fußball gut“, sagt Dirk Wiese. Erstes Treffen der Borussen-Fans soll der 4. November sein. Dann spielt Dortmund gegen Istanbul. Echte Liebe halt, wie es beim BVB heißt.

CHRISTIAN SCHMIDT, Landwirtschaftsminister, wirbt nicht nur für Äpfel, sondern jetzt auch für den Wald. Am Dienstag fuhr er ins Gehölz, um sich die Waldinventur erklären zu lassen. In den vergangenen Monaten war bundesweit der Bestand unter die Lupe genommen worden. Am 8. Oktober wird Schmidt die Ergebnisse vorstellen. Im Wald stehend wurde der CSU-Mann ganz poetisch: Er blühe auf, „Wald reinigt die Seele“, meinte er. Manche sehen aber auch den Wald vor lauter Bäumen nicht.

CHRISTIAN LINDNER hat es auch nicht leicht. Der Neuanfang der FDP kommt nicht in die Gänge, und der Spott über die Liberalen will nicht abreißen. Jetzt warb ein Autoverleiher mit Lindners Partei - er zeigte ein Cabrio mit der Unterschrift: „Mehr Sitze als die FDP“. Nicht schlecht, der Gag. Darauf angesprochen reagierte Parteichef Lindner so: „Das muss ein Cabrio-Bus sein.“ Denn die FDP habe ja noch 67 Sitze in Parlamenten. Nur, wie lange noch?

Und WOLFGANG THIERSE, Ex-Bundestagspräsident und SPD-Polit-Rentner?

Der zettelte ja vor zwei Jahren einen Streit an. Er warf damals den Schwaben in Berlin vor, sich nicht anzupassen. Die Hauptstadt sei keine „Kleinstadt mit Kehrwoche“. Außerdem sage man in Berlin „Schrippen“. Thierses Angriffe hallen heute noch nach. Kürzlich lehnten CDU und FDP ihn als Redner im Landtag von Baden-Württemberg ab. In Berlin sollte der „Spätzlekrieg“ nun am Donnerstag mit einem „Friedensessen“ endgültig beigelegt werden. Doch wer fehlte? Thierse natürlich.

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