Pannen-Flughafen Berlin: Start völlig ungewiss

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Ein Warnschild hängt an einem Bauzahn des Großflughafens BER in Schönefeld (Archivbild).

Berlin - Der Start des Berliner Pannen-Flughafens ist angesichts immer größerer Probleme völlig ungewiss.

Nach der erneuten Verschiebung der Eröffnung hat Technikchef Horst Amann die Probleme des Milliardenprojekts „fast grauenhaft“ genannt. Er wollte am Dienstag nicht sagen, ob der Hauptstadtflughafen im Jahr 2014 starten kann. Der bauliche Zustand der Brandschutzanlage habe sein Team „in der Tat überrascht, da gibt es heute zum Teil noch Überraschungen“, sagte Amann der Nachrichtenagentur dpa. Bei Rauchgasversuchen im Terminal vor Weihnachten habe sich gezeigt, dass die Entrauchungsanlage „nicht auf Anhieb funktioniert“ und zeitraubende Nacharbeiten nötig seien.

Auf die Frage, ob es 2014 mit der Eröffnung klappen werde, sagte der Technikchef im Hessischen Rundfunk: „14 ist eine gute Nummer, aber festlegen kann ich mich jetzt darauf nicht.“ Die zuletzt für den 27. Oktober geplante Inbetriebnahme war am Montag auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Amann legte sich auch nicht fest, wann ein neuer Eröffnungstermin genannt werden kann. In mehreren Interviews nannte er zwei bis sechs Monate als möglichen Zeitraum, bis man mehr sagen könne. „Wir müssen die Schritte jetzt in Ruhe und mit Augenmaß machen. Und wir müssen auch schonungslos die Fakten und die Wahrheit auf den Tisch legen. Das ist der springende Punkt“, sagte Amann der dpa.

Airlines & ihre Flugbegleiterinnen

Da fliegt man gerne Richtung München zum Oktoberfest. Die Flugbegleiterinnen der Lufthansa stimmen auf die Maß Bier und Brezen ein.   © Lufthansa
Schaun mer mal und auf geht's zur Wiesn: Die Flugbegleiterinnen der Lufthansa im feschen Dirndl. © Lufthansa
Immer ein Lächeln auf den Lippen, die Flugbegleiterinnen der Lufthansa. © Lufthansa
Revolutionär un d sexy: 1971 präsentiert die Fluggesellschaft TWA die neue Kollektion für Stewardessen. © ap
Immer fröhlich: Stewardessen der Air Asia. Die Damen begleiten die Flüge von Malaysia, Thailand und Indonesien. © ap
In dem neuen Dress unverkennbar: Die Flugbegleiterinnen der Lufthansa. © 
Die Zeiten ändern sich auch bei den Fluggesellschaften. Hier eine äußerst züchtig gekleidete Stewardess aus dem Jahr 1956. Sie arbeitet für die amerikanische Fluglinie Capital Airlines. © ap
Die beiden Damen gehören zu Singapore Airlines. Die Kleidung der asiatischen Stewardessen ist sehr farbenfroh und freundlich. © ap
Dezent und zurückhaltend ist hingegen die Kleidung der arabischen Airlines. Hier die Damen der Emirates Airline. © ap
Frau trägt Hose: In der heutigen Zeit haben die Flugbegleiterinnen die Wahl. Hose oder Rock, beides ist erlaubt. Schließlich gibt es heutzutage auch weibliche Flugkapitäne. Hier die Crew von British Airways. © ap
Die neue Kollektion von LTU wird vorgestellt. Jede Fluggesellschaft identifiziert sich auch über ihre Flugbegleiterinnen. Da ist die Kleidung ei n Markenzeichen. © ap
Für die Kleidung vom Personal gibt es inzwischen eigene Modenschauen. Nirgendwo ist es so abwechslungsreich wie bei der Air France. Der Modedesigner Christian Lacroix höchstpersönlich entwirft die Mode für die französische Fluggesellschaft. © ap
Auch dieses Kostüm für Air France wurde von Christian Lacroix entworfen. © ap
Für die Olympischen Spiele in Peking mussten die Stewardessen besonders in punkto Auftreten üben. Etikette und Stil sind ein absolutes Muss. © ap
Hier fühlt sich der Fluggast an die 70er-Jahre-Popgurppe  ABBA erinnert. Der Designer Yannis Tseklenis schuf die äußerst bunte Kleidung für die Olympischen Spiele. © ap
Diese Kostüme waren 1963 das Erkennungsymbol für die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines. © ap
Unverkennbar: Die Flugbegleiterinnen von Air Berlin in einer schwarz-rot-weißen Kombination. © ap
Mit einem freundlichen Bordpersonal vergehen die Flüge viel schneller. © ap
Reizende Aussichten gibt es 1967 bei der amerikanischen Fluggesellschaft American Airlines. © ap
Diese Dame von AirAsia berät die Passagiere in Kuala Lumpur (Malaysia). © ap
Das Model Jane Cartwright präsentiert die Mode für die Stewardessen von United Airlines 1963. © ap
Dieses Vierergespann begleitet die Fluggäste von Pacific Airways ab Hongkong. © ap
Hier legt der Designer Richard Tyler Hand an: Patricia Ringness präsentiert seine Mode für Delta Flight. © ap
Karo-Look ganz in Blau: Die Damen von Hungarian Airline sind unverkennbar gekleidet. © ap
Lufthansa-Uniformen aus verschiedenen Jahrzehtnen. Die Schnitte haben sich zwar geändert, trotzdem kommen die Stewardessen unverkennbar von der Lufthansa. © ap
Die Mode für Stewardessen von Richard Tyler wurde auf der Fashion Week in New York vorgestellt. © ap
Die Damen von United Air in Uniformen aus den 30er bis in die 50er Jahre. © ap
Freundlicher Service und eine Kleingkeit zu Naschen, da steigt jeder bei Air Berlin gerne in ein Flugzeug. © Air Berlin
Eine typische Crew der Fluggesellschaft Air Berlin. © Air Berlin
Stewardessen der Air Berlin sorgen für einen angenehmen Flug und verkürzen uns die langen Stunden in der Luft. © Air Berlin
Unverkennbar: Blaue Kostüme und gelbe Schrift, jede Fluggesellschaft hat ihr Erkennungszeichen. Das ist die Condor.  © Condor
Gerade auf Langstreckenflügen freuen sich die Fluggäste über ein nettes Wort oder eine kleine freundliche Geste. Flugbegleiterinnen (hier von Condor) haben oft eine Engelsgeduld. © Condor
Diese Damen eines Kaufhauses haben sich nur verkleidet. Im Rahmen einer Werbeaktion für eine Ruhezone hat ein Einkaufcenter sich das Innere eines Flugzeugs zum Vorbild genommen. © dpa
Der Vorstandsvorsitzende der Fluggesellschaft Air Berlin, Joachim Hunold, mit zwei Flugbegleiterinnen. © dpa
Auch das gehört zu den Aufgaben einer Stewardess: Flugbegleiterinnen von Ryanair  bei einer Schulung. © dpa
Ein "Singapore Girl" von Singapore Airlines: Sie lächelt immer, ist nie gestresst, wie aus dem Ei gepellt und stets zu Diensten. © dpa
Die Stewardessen der Fluglinie "Aegean Airline S.A.", (von links) Elefcheria, Maria, Margaret und Ioanna, aufgenommen auf dem Flughafen Berlin-Tegel. © dpa
Air China gibt sich zu den Olympischen Spielen 2008 besondere Mühe. Diese Damen posieren am Flughafen von Peking. © dpa
Stewardessen der bahrainischen Fluggesellschaft Gulf Air stehen  in Bahrain auf der neugebauten Formel 1-Rennstrecke bei der Fahrerparade vor dem Großen Preis von Bahrain als Grid-Girls Spalier. © dpa
Von Quietschgelb bis Hellblau - die Lufthansa präsentiert 40 Jahre Mode am Himmel. © dpa
Blau-gelbe Uniform und flotter Kopfschmuck. So erkennt man die Damen von der Lufthansa sofort. © dpa
Manchmal wird es eng in den Gängen der Flieger. D ie Stewardessen von Thomas Cook haben gelernt auf engstem Raum zu arbeiten. © Thomas Cook

In Teilbereichen der Brandschutzanlage müsse geprüft werden, ob nicht ein Umbau „der schnellere Weg“ wäre als eine Nachsteuerung der bisherigen Anlage. Dieses Vorgehen müsse auch mit der Genehmigungsbehörde abgestimmt werden. „Das muss nicht sehr lange dauern, aber heute ist das nicht möglich“, fügte Amann hinzu. Der 59-Jährige ist erst seit 1. August 2012 Technikchef des Hauptstadtflughafens. Er hatte zuvor am größten deutschen Airport in Frankfurt mehrere Großprojekte geleitet.

Amann hatte die Flughafen-Gesellschafter Bund, Berlin und Brandenburg am vergangenen Freitag in einem Schreiben darüber informiert, dass der Termin 27. Oktober nicht eingehalten werden kann. Das sickerte am Sonntag durch, am Montag wurde es offiziell bestätigt. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), kündigte an, den Vorsitz des Flughafen-Aufsichtsrats an den brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) abzugeben. Die finanziellen Auswirkungen der erneuten Verschiebung sind unklar. Zuletzt waren die Kosten bereits um 1,2 Milliarden Euro auf 4,3 Milliarden Euro gestiegen.

Am 18. Dezember hatte sich Amann am neuen Flughafen mit Technikern von Siemens und Bosch und Vertretern des Bundes sowie der Länder Brandenburg und Berlin getroffen. „Dabei wurde klar, dass die bisherigen Erkenntnisse zu vergrößerten Risiken für die geplante Inbetriebnahme am 27. Oktober 2013 geführt haben“, stellte Amann am Montag fest.

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Bei Siemens und Bosch war am Dienstag nicht bekannt, was letztlich ausschlaggebend für die Terminverschiebung war. Siemens ist verantwortlich für die Steuerung der Entrauchungsanlage. Dabei geht es um die Signale, die Klappen für den Abzug von Rauch öffnen. Eine Siemens-Sprecherin verwies darauf, dass es immer wieder Schwierigkeiten mit den Planungsunterlagen gegeben habe. Sie hätten oft nicht die Qualität gehabt, um die Programmierung weiterzuentwickeln. „Nach dem jetzigen Bautenstand funktioniert die Steuerung“, fügte die Sprecherin hinzu.

Bosch liefert die Komponenten für die Brandmeldeanlage, die die Signale weiterleiten. „Komponenten und Anlage funktionieren“, sagte ein Bosch-Sprecher. Wenn aber die gesamte Anlage umgebaut werden müsse, sei natürlich auch eine Neuabstimmung mit der Brandmeldeanlage notwendig.

Unterdessen sicherte die rot-rote Koalition in Brandenburg Ministerpräsident Platzeck das Vertrauen zu. Platzeck will am kommenden Montag im Landtag die Vertrauensfrage stellen, da er Nachfolger von Wowereit an der Spitze des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft werden soll. In der Hauptstadt ist die rot-schwarze Koalition auch nach dem jüngsten Rückschlag beim Bau des Hauptstadtflughafens nicht gefährdet. „Wir sind uns einig, dass wir zur großen Koalition stehen“, sagte CDU-Fraktionschef Florian Graf am Montagabend nach einer knapp zweistündigen Sitzung des Koalitionsausschusses im Abgeordnetenhaus.

dpa

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