Anwälte wollen Verschiebung

Berlusconi zu krank für Sex-Prozess?

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Der ehemalige italienische Regierungschef Silvio Berlusconi

Mailand - Silvio Berlusconi schlägt sich angeblich nicht nur mit einer Augenentzündung, sondern auch mit Herzproblemen herum. Seine Anwälte beantragten deshalb, den Sex-Prozess zu verschieben.

Im Verfahren gegen Silvio Berlusconi wegen eines Sex-Skandals haben die Anwälte des ehemaligen italienischen Regierungschefs die Verschiebung seiner Anhörung vor Gericht beantragt. Die Anwälte legten dem Gericht am Montag drei medizinische Gutachten vor, denen zufolge Berlusconis Gesundheitszustand eine Vertagung rechtfertigen soll. Ein Richter ordnete daraufhin eine erneute Überprüfung durch einen Arzt an. Berlusconi wird seit Freitag in einem Krankenhaus wegen einer Augenentzündung behandelt. Überdies leidet er nach Angaben seiner Verteidiger an Herzproblemen.

In dem Prozess geht es um den Vorwurf, der 76-Jährige habe für Sex mit einer Minderjährigen bezahlt und überdies versucht, dies zu vertuschen. Erst am Donnerstag hatte ein Mailänder Gericht Berlusconi in einem anderen Verfahren zu einem Jahr Haft verurteilt. Eine Zeitung seines Medienimperiums hatte ein abgehörtes Telefongespräch unrechtmäßig veröffentlicht.

In einem anderen Prozess wegen Steuerbetrugs wurde am Samstag eine weitere Anhörung abgehalten, nachdem Ärzte Berlusconi in einem Gutachten bescheinigt hatten, seine Gesundheit sei stabil genug. Darüber hinaus ist ein weiteres Verfahren gegen Berlusconi vor einem Gericht in Neapel anhängig. In dem Fall wird dem früheren Ministerpräsidenten vorgeworfen, einen Senator mit der Zahlung von drei Millionen Euro zum Wechsel zu seiner Partei bewegt zu haben. Die Staatsanwaltschaft strebt einen schnellen Prozess ohne Voruntersuchung an, da sie die Beweislast für erdrückend hält.

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AP

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