Besuch in Washington

Von der Leyen lobt Freundschaft mit USA - Mattis die Steigerung des Bundeswehr-Etats

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James Mattis und Ursula von der Leyen am Mittwoch in Washington

Es sind turbulente Tage in der Beziehung zwischen Deutschland und den USA. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bemüht sich vor Ort um versöhnliche Töne.

Berlin/Washington - Trotz der Krise im transatlantischen Bündnis hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Bedeutung der Partnerschaft zu den USA betont. „Diese Freundschaft liegt uns sehr am Herzen“, sagte die CDU-Ministerin am Mittwoch bei einem Treffen mit ihrem US-Amtskollegen James Mattis in Washington. Man habe gemeinsame Werte, die man teile und für die man Seite an Seite kämpfe, etwa in Afghanistan oder gegen die Terrormiliz IS.

Auch Mattis gab sich versöhnlich. „Wir begrüßen die Ankündigung, dass Deutschland seine Verteidigungsausgaben bis 2024 um 80 Prozent steigern will“, sagte er bei der Zusammenkunft. Das sende eine stabilisierende Nachricht an die Länder, die andere bedrohten und internationales Recht verletzten. Mattis würdigte das Engagement Deutschlands innerhalb der Nato, etwa in Afghanistan oder an der Nato-Ostflanke in Litauen.

Deutschland sei „eines der weltweit am meisten respektierten Länder“

Es sei gut, die deutsche demokratische Stimme laut und deutlich auf internationaler Bühne zu hören. Deutschland sei eines der weltweit am meisten respektierten Länder. „Die Vereinigten Staaten betrachten das Verhältnis nicht als selbstverständlich“, sagte er.

Von der Leyen warb um Verständnis. „Wir wissen, wir müssen unseren Beitrag leisten“, sagte sie. Die USA-Reise der CDU-Ministerin findet unter schwierigen Vorzeichen statt. Zwischen den USA und Europa bestehen derzeit Spannungen etwa bei der Höhe der Verteidigungsausgaben in der Nato, im Handel, beim Klimaschutz und mit Blick auf das Atomabkommen mit dem Iran.

Lesen Sie auch: Von der Leyen fordert Riesensumme für die Bundeswehr - schwere Vorwürfe gegen Scholz

dpa/fn

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