In Spanien viral

Bi-Ba-Butzemann: Darum singen katalanische Separatisten deutsches Kinderlied

+
Bei katalanischen Seperatisten ist derzeit das deutsche Kinderlied „Bi-Ba-Butzemann“ sehr populär.

Das deutsche Kinderlied „Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann“ wird aktuell zum Netzhit bei katalanischen Seperatisten. Sogar bei einer Demonstration wurde das Lied nun gesungen.

Barcelona - Die katalanischen Separatisten haben den Butzemann für sich entdeckt. Das uralte deutsche Kinderlied „Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann“ wird von Unabhängigkeitsbefürwortern der spanischen Konfliktregion seit Tagen im Netz wie wild gesucht, angeklickt und kommentiert. Einige singen auch eine umgetextete Fassung. Das Lied sei in Katalonien „in den vergangenen Stunden viral geworden“, schrieb am Montag die Zeitung „El País“

Doch woher kommt die plötzliche Beliebtheit? Ganz einfach: Viele Katalanen finden, „Bi-Ba-Butzemann“ höre sich an wie „Viva Puigdemont“ - wie ein Hochlebenlassen des Separatistenführers Carles Puigdemont also. Die Ähnlichkeit - für deren Feststellung allerdings viel Fantasie nötig ist - war jüngst einer Hörerin des katalanischen Radiosenders RAC-1 aufgefallen, wie spanische Medien berichten. Daraufhin habe RAC-1 das Lied mehrfach gespielt.

Verschiedene Fassungen

Inzwischen wurden verschiedene Fassungen des Liedes - die echte auf Deutsch sowie andere auf Katalanisch - in Spanien unter anderem auf Youtube und Twitter gepostet und von Tausenden angeklickt und auch kommentiert. Allein eine Videomontage, in der der spanische Ministerpräsident und Puigdemonts politischer Rivale Mariano Rajoy zu den Bi-Ba-Butzemann-Klängen zu tanzen scheint, wurde in drei Tagen schon mehr als viertausend Mal aufgerufen.

Die Begeisterung ging soweit, dass Katalanen sogar Kommentare im „Kinderlieder-Kanal“ des Videoportals Youtube schrieben. Zumeist hieß es aber nur: „Viva Puigdemont!“. Bei einer Separatisten-Demo am Sonntag in Barcelona sangen ein kleiner Chor sowie weitere Teilnehmer auch eine katalanische Version des Liedes.

Nach einem illegalen Unabhängigkeitsreferendum hatte Madrid Puigdemont im Herbst 2017 als Regionalpräsident abgesetzt. Der 55-Jährige ging anschließend nach Belgien ins Exil und wurde am 25. März aufgrund eines europäischen Haftbefehls in Schleswig-Holstein festgenommen. Die deutsche Justiz muss nun entscheiden, ob sie den daheim wegen Rebellion und Untreue angeklagten Mann ausliefert.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.