Biden fordert von Türkei Sanktionen gegen Iran

Joe Biden (re.) bei seiner Ankunft in der Türkei.

Istanbul - US-Vizepräsident Joe Biden hat die türkische Regierung im Atom-Streit mit dem Iran zu weiteren Sanktionen aufgerufen. Biden traf sich mit türkischen Politikern, um die Lage im Nahen Osten zu diskutieren.

Diese seien nötig, um den Weg zu einer Verhandlungslösung abzusichern, sagte Biden der türkischen Zeitung “Hürriyet“ vor einem Besuch in Ankara am Freitag. “Darum ermuntern wir unsere Partner, auch die Türkei, Schritte für neue Sanktionen gegen Iran zu ergreifen“, sagte Biden.

Biden traf türkische Politiker, um über die Lage im Nahen Osten zu beraten. Ausdrücklich lobte er die Haltung der Türkei, die ihre Beziehungen zum Nachbarland Syrien wegen der andauernden Gewalt gegen Regimegegner weitgehend auf Eis gelegt hat und Vertretern der syrischen Opposition Unterschlupf gibt. Sanktionen gegen Damaskus seien ein Weg, um dort politische Veränderungen zu erreichen.

Das iranische Waffenarsenal

Das iranische Waffenarsenal

Die türkische Regierung hatte ihre Sanktionen gegen Syrien am Mittwoch verschärft. Konten des syrischen Staates, Gelder führender Regimevertreter und der ihnen nahestehenden Geschäftsleute wurden eingefroren. Die Türkei will auch keine Waffen mehr an Syrien liefern und Lieferungen aus Drittländern über türkisches Gebiet verhindern. Zuletzt hat Ankara auch mehrfach Überlegungen für eine militärische Pufferzone zum Schutz von Zivilisten ins Spiel gebracht.

Syrien reagiert mit Gegenangriffen. Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Freitag berichtete, will das Regime von Baschar al-Assad ein Freihandelsabkommen mit der Türkei auf Eis legen.

dpa

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