Bischof Hein: Deutschland soll mehr Flüchtlinge aufnehmen

Martin Hein

Gelnhausen/Kassel. Deutschland sollte sich nach Ansicht des Bischofs der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, mehr für Flüchtlinge engagieren.

Im ARD-Fernsehgottesdienst an Heiligabend beklagte er die mangelnde Bereitschaft, Flüchtlinge aufzunehmen und ihnen in Deutschland ein sicheres Obdach zu bieten. Schon die Hirten an der Krippe zeigten, dass Gottes Solidarität den Heimatlosen gelte, sagte Hein in der Stadtkirche St. Marien in Gelnhausen. Niemand stehe am Rand, wo Gott mitten unter den Menschen sei: „An der Krippe ist für alle Platz.“

Gottes Solidarität gelte den Armen und den Hilflosen. Dies zeige sich darin, wie Gott zur Welt komme und wem er als Ersten begegne. Gott komme in Gestalt eines kleinen Kindes zur Welt, „ganz nach unten“, in einen Stall in eine Krippe. In den Hirten begegne er ausgerechnet denen zuerst, die am Rande der Gesellschaft stünden. Alle Vorstellungen davon, was im Leben besonders wertvoll sei, brächen vor der Krippe zusammen: Erfolg, Besitz, Können, Leistung seien völlig belanglos. Das gelte auch für die drei Weisen, die zur Krippe kämen: Macht und Reichtum zählten nicht mehr.

dpa/lhe

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