Bischofs-Kritiker: Kosten „übersteigen alle Befürchtungen“

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Franz-Peter Tebartz-van Elst

Limburg. Kritiker aus der katholischen Kirche setzen den umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wegen der Kostenexplosion für seinen neuen Bischofssitz unter Druck.

Die Ausgaben für die neue Residenz des Bischofs „übersteigen alle bisherigen Befürchtungen“, sagte der Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius aus Frankfurt, Werner Otto, am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Die am Vorabend bekanntgewordene Summe von 31 Millionen Euro sei moralisch nicht vertretbar: „Solch hohe Kosten für die Wohn- und Arbeitsräume eines einzelnen Menschen sind den Gläubigen nicht zu vermitteln.“

Mit dieser „Eskalation“ habe er nicht gerechnet, betonte der Pfarrer. Tebartz-van Elst werde nun einiges zu erklären haben. Das Bistum hatte am Montagabend mitgeteilt, dass die Kosten für den neuen Bischofssitz weit höher als bisher angenommen liegen. Zuletzt war von mehr als zehn Millionen Euro die Rede, nun wurde die Summe auf rund 31 Millionen Euro nach oben korrigiert.

Noch erschreckender als die stark gestiegenen Kosten sei, dass der Bischof offenbar den Vermögens- und Verwaltungsrat des Bischöflichen Stuhls getäuscht habe, erklärte Otto. „Wenn das zutrifft und er die Haushalte nicht vorgelegt hat, dann ist sein Amt extrem beschädigt.“ Das Amt des Bischofs lebe von seiner Glaubwürdigkeit. Ein Sprecher des Vermögensrats hatte nach Bekanntwerden den neuen Zahlen gesagt: „Wir sind hinter das Licht geführt worden.“ (lhe)

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