Polizei veröffentlicht Obduktionsbericht

Kinderleiche in Niedersachsen: Nun herrscht traurige Gewissheit

Niedersachsen: In einem Waldstück unweit von Bispingen wurde eine Kinderleiche entdeckt. Nach der Obduktion herrscht nun wohl traurige Gewissheit.
+
Niedersachsen: In einem Waldstück unweit von Bispingen wurde eine Kinderleiche entdeckt. Nach der Obduktion herrscht nun wohl traurige Gewissheit.

Ein Mann wird verdächtigt, seine Lebensgefährtin und ihren Sohn in Bispingen in Niedersachsen getötet zu haben. Nun gibt es die traurige Gewissheit: auch die 11-jährige Tochter ist tot.

Update vom Donnerstag, 20.05.2021, 12.45 Uhr: Nachdem eine Kinderleiche bei Bispingen in Niedersachsen gefunden wurde, steht das Obduktionsergebnis nun fest. Wie die Polizei der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag mitteilte, handelt es sich bei der Leiche „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ um die vermisste elfjährige Lilli Marie L.

Ebenso wie bei der Mutter und dem Bruder habe der Körper der Elfjährigen Spuren von Gewalteinwirkungen aufgewiesen. Die Leichen der 35-jährigen Mutter und des vierjährigen Bruders waren zuvor am Sonntag (16.05.2021) in einem Haus in Bispingen entdeckt worden. Inzwischen sitzt der 34 Jahre alte Lebensgefährte der Frau wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Bislang schweigt der Mann zu dem Verbrechen.

Kinderleiche in Niedersachsen entdeckt: Obduktion angeordnet

Update vom Mittwoch, 19.05.2021, 11.40 Uhr: Nach dem Fund einer Kinderleiche an einem Waldweg im niedersächsischen Heidekreis wurde eine Obduktion angeordnet. Diese soll klären, ob es sich dabei um die elfjährige Lilli Marie L. aus Bispingen handelt, die seit Sonntag (16.05.2021) vermisst wird.

Gegenüber dem NDR hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass bereits im Laufe des Tages vorläufige Ergebnisse vorliegen könnten. Angaben zur Auffindesituation der Leiche oder ob es Hinweise auf Gewalteinwirkungen gab, machte die Staatsanwaltschaft Lüneburg bisher nicht.

Niedersachsen: In einem Waldstück unweit von Bispingen sperrt die Polizei eine Bundesstraße in der Nähe des Fundorts der Kinderleiche ab.

Polizei verhaftet Lebensgefährten der Mutter: 35-Jähriger schweigt

In einem Einfamilienhaus in Bispingen (Heidekreis) hatten Polizisten zuvor die tote 35-jährige Mutter des Mädchens und ihren toten vierjährigen Bruder entdeckt. Laut Staatsanwaltschaft wiesen beide Spuren von äußerer Gewalt auf. Noch am Sonntagnachmittag nahm die Polizei den Freund der Mutter im etwa 20 Kilometer entfernten Schneverdingen fest.

Wegen des Verdachts auf zweifachen Mord sitzt der 35-Jährige seit Dienstag (18.05.2021) in Untersuchungshaft. Es bestehe Fluchtgefahr, ein mögliches Motiv ist nicht bekannt, sagte der Staatsanwalt. Laut der Polizei habe sich der Mann bislang nicht zum Geschehen geäußert.

Eine Frau und ihr vierjähriger Sohn waren am 16. Mai tot in dem Haus entdeckt worden. Beide hätten Spuren von Gewalt aufgezeigt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Auch wenn noch nicht klar ist, ob es sich bei der Leiche um die vermisste Lilli Marie L. handelt, pausiert die Suche nach der Elfjährigen zurzeit. Dennoch sind Zeugen, die etwas zu einem möglichen Tatgeschehen sagen oder Hinweise zu dem Fall geben können, weiterhin aufgefordert, sich bei der Polizei zu melden.

Nach Doppelmord an Mutter und Sohn: Polizei findet weitere Kinderleiche

Erstmeldung vom Dienstag, 18.05.2021, 13.08 Uhr: Bispingen ‒ Nach dem gewaltsamen Tod einer Mutter und ihres kleinen Sohnes hat die Polizei eine weitere Kinderleiche entdeckt. Unklar sei derzeit noch, ob es sich um die vermisste elfjährige Tochter der ermordeten Frau handele, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Lüneburg am Dienstag (18.05.2021). Dies werde nun untersucht. Die Leiche sei im Raum Schneverdingen (Heidekreis) an einem Waldweg gefunden worden - nach Polizeiangaben nahe der Ortschaft Heber.

Zuvor waren in einem Haus in Bispingen im Heidekreis die Leichen eines vierjährigen Jungen und seiner 35 Jahre alten Mutter gefunden worden, beide wiesen Spuren von Gewalt auf. Seit der Tat wird die Elfjährige Tochter der Frau vermisst.

Schon am Sonntag habe die Suche nach dem Mädchen begonnen und sei kreisförmig um den Ort des Geschehens ausgeweitet worden. Auch ein Waldstück sei abgesucht worden, Hubschrauber und Drohne waren im Einsatz, sogar die Bundeswehr suchte mit einem Kampfjet nach dem vermissten Mädchen. Wärmebildaufnahmen seien ausgewertet und sieben „relevante Punkte“ abgesucht worden, sagte der Sprecher.

Doppelmord in Niedersachsen: Tatverdächtiger festgenommen

Nach dem gewaltsamen Tod einer Mutter und ihres kleinen Sohnes in Bispingen im Heidekreis ist die elfjährige Tochter des Opfers spurlos verschwunden. Der Polizeisprecher kündigte an, die Menschen im ganzen Ort sollten befragt werden. Schon am Vortag seien rund 150 Haushalte besucht worden.

Nach dem gewaltsamen Tod einer Mutter und ihres kleinen Sohnes wird die 11-jährige Tochter der Familie weiter vermisst. Nun hat die Polizei eine weitere Kinderleiche entdeckt.

Am Sonntagnachmittag (16.05.2021) wurde den Angaben zufolge im rund 20 Kilometer entfernten Schneverdingen ein dringend Tatverdächtiger festgenommen. Es handele sich um den Lebensgefährten der Getöteten. Der 34-jährige Deutsche befinde sich aktuell in Untersuchungshaft. Gegen den 34-Jährigen erging ein Haftbefehl wegen zweifachen Mordes, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Angaben zur Sache machte der Verdächtige bislang nicht. Auch das Umfeld des Tatverdächtigen werde im Rahmen der Ermittlungen befragt. Sein Motiv blieb zunächst unklar. (iwe und Nail Akkoyun mit dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.