Möglicherweise über soziale Netzwerke

BKA-Chef: Täter von Köln waren verabredet

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BKA-Chef Holger Münch informierte in einem Interview über den aktuellen Ermittlungsstand.

Berlin - Die Gewalttäter von Köln haben sich laut Bundeskriminalamt (BKA) zu den Straftaten an Silvester verabredet.

Es habe sich aber nicht um organisierte Kriminalität gehandelt, sagte BKA-Chef Holger Münch am Dienstag im RBB-Inforadio. Bei organisierter Kriminalität "reden wir von geschlossenen Gruppierungen, von hierarchischen Gruppierungen, das sehen wir hier nicht". Es sei aber klar, dass die Täter kommuniziert und sich verabredet hätten.

Die Urheber der sexuellen Übergriffe auf Frauen in Köln und anderen Städten seien "aus dem überregionalen Raum" gekommen, sagte Münch. "In der Regel läuft so etwas über Verabredungen in sozialen Netzwerken." Nun müsse genau ermittelt werden, wo und wie diese Verabredungen stattgefunden hätten, um solchen Übergriffen künftig vorzubeugen.

Münch fügte hinzu, es sei auch bekannt, dass für solche Übergriffe gezielt dichte Menschenmengen genutzt würden. Das sei in der Silvesternacht in mehreren Städten der Fall gewesen. Es gebe aber auch schon Meldungen zu ähnlichen Taten aus Schweden, aus Österreich oder aus der Schweiz.

In der Silvesternacht waren in Köln eine Vielzahl von Frauen Opfer massiver sexueller Übergriffe geworden. Außerdem gab es Diebstähle und Raubstraftaten. Bei der Ermittlungsgruppe der Kölner Polizei gingen bis Dienstag 553 Strafanzeigen ein - in etwa 45 Prozent der Fälle unter anderem wegen Sexualdelikten. Den Ermittlern liegen Hinweisen auf 23 namentlich bekannte Verdächtige vor, die für die Straftaten verantwortlich sein könnten.

afp

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