BKA: Kriminalität von Flüchtlingen wächst unterproportional

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Flüchtlinge auf dem Gelände einer Erstaufnahmestelle. Foto: Sebastian Kahnert

Berlin/Wiesbaden (dpa) - Flüchtlinge begehen in Deutschland weniger Straftaten als von manchem Zuwanderungskritiker befürchtet. Nach einem Bericht des Bundeskriminalamts (BKA) wächst die Kriminalität bei Flüchtlingen unterproportional zum Anstieg der Zuwanderung.

Eine BKA-Sprecherin bestätigte einen entsprechenden Bericht der Zeitung "Die Welt" (Online). Nach von ihr nicht kommentierten Angaben des Blattes bewegt sich die Zahl der von Januar bis September erfassten Straftaten mit mindestens einem Zuwanderer als Verdächtigem "im sehr niedrigen sechsstelligen Bereich".

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärte in Berlin: "Insgesamt zeigen uns die derzeit verfügbaren Tendenzaussagen, dass Flüchtlinge im Durchschnitt genauso wenig oder oft straffällig werden wie Vergleichsgruppen der hiesigen Bevölkerung. Der Großteil von ihnen begeht keine Straftaten, sie suchen vielmehr in Deutschland Schutz und Frieden."

Der Zeitung zufolge werden die meisten Flüchtlinge wegen Schwarzfahrens und Diebstahls angezeigt. Vor allem in Erstaufnahmeeinrichtungen sei die Zahl der Delikte stark gestiegen.

Maizière bezeichnete die Erhebung als "Momentaufnahme", die jedoch bereits einen Gesamtüberblick über die Lage gebe. "Damit Extremisten nicht mit Gerüchten und Halbwahrheiten Stimmung machen, müssen wir ihnen Fakten entgegenhalten", sagte er.

Bundeskriminalamt

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