Blitz-Marathon nach ersten Angaben ohne Auffälligkeiten

Hannover. Mehr als 1000 Polizisten, rund 350 Kontrollstellen, etwa 120.000 Fahrzeuge - und nicht einmal 4000 Verkehrssünder: Das ist das Ergebnis des 24-stündigen Blitzmarathons in Niedersachsen, der am Donnerstagmorgen zu Ende gegangen ist.

Die Raser-Quote lag damit bei rund drei Prozent. "Das ist ein Erfolg für alle – sowohl für die Verkehrsteilnehmer als auch für die Polizei", sagte Innenminister Uwe Schünemann (CDU) am Donnerstag in Hannover. Bei der letzten landesweiten Kontrolle war im August etwa jeder neunte Fahrer (11,5 Prozent) zu schnell unterwegs gewesen.

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Die Polizei hatte den Blitz-Marathon angekündigt, viele Kontrollstellen waren im Internet aufgelistet. "Wir wollen keine Abzocke, sondern wir wollen die Verkehrsteilnehmer davon überzeugen, dass überhöhte Geschwindigkeit tödlich sein kann", sagte Schünemann. Trotzdem waren nicht alle Fahrer auf der Hut: Insgesamt zählte die Polizei 3889 Bleifüße, 895 fuhren mindestens 21 Stundenkilometer schneller als erlaubt und müssen mit Bußgeldern rechnen. 60 Fahrer dürfen eine Weile lang gar nicht mehr hinters Steuer.

Einen 19-Jährigen erwischte die Polizeidirektion Braunschweig im Ort mit 66 Stundenkilometern zu viel - dazu stand der junge Mann auch noch unter Drogeneinfluss. Im Landkreis Hildesheim war ein Autofahrer mit 173 Stundenkilometern auf einer Bundesstraße unterwegs, erlaubt waren 100. Im Landkreis Gifhorn fuhr eine 32-Jährige mit Tempo 130, wo nur 70 erlaubt waren. Sie erwartet nun ein Bußgeld von 240 Euro, vier Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot.

Geblitzt wurde von Mittwochmorgen bis Donnerstagmorgen an unfallträchtigen und gefährlichen Orten. Zeitgleich wurde auch im Nachbarland Nordrhein-Westfalen und in den Niederlanden kontrolliert. Überhöhte Geschwindigkeit ist nach Angaben des niedersächsischen Innenministeriums die häufigste Unfallursache. 2011 wurden auf den Straßen im Land 540 Menschen getötet, das waren 11,3 Prozent mehr als im Vorjahr. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres ist die Zahl der Verkehrstoten zwar gesunken, es wurden aber mehr Menschen schwer verletzt. (dpa)

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