„Blitzmarathon“: Mehr als 10.000 Temposünder in Hessen erwischt

Dillenburg. Die Tempo-Kontrollen waren angekündigt, trotzdem rasten viele Autofahrer in die Radarfallen. Die Polizei sieht den „Blitz-Marathon“ als Erfolg. Es seien deutlich weniger Verkehrsteilnehmer als sonst zu schnell gewesen.

Beim ersten bundesweiten „Blitz-Marathon“ sind in Hessen in 24 Stunden mehr als 10.000 Temposünder erwischt worden. „Der Blitz-Marathon hat für die Gefahren des Rasens sensibilisiert“, betonte Innenminister Boris Rhein (CDU) am Freitag in einer Mitteilung. Laut Polizei waren nämlich deutlich weniger Fahrer zu schnell als üblich. „So sieht moderne Präventionsarbeit aus“, betonte Rhein.

Überblick:

So lief der Blitzmarathon in der Region und in Deutschland

„Lediglich 3,2 Prozent der gemessenen Verkehrsteilnehmer missachteten die Tempolimits“, resümierte Einsatzleiter Manfred Kaletsch. „Uns ging es nicht um die Anzahl der Verstöße und Anzeigen, wir wollten das Geschwindigkeitsniveau senken - und das ist uns gelungen.“ Die Hessen-Quote lag aber über dem bundesweiten Durchschnitt von 2,7 Prozent. In Deutschland wurden mehr als drei Millionen Fahrer kontrolliert. 83.000 von ihnen waren zu schnell.

Laut Polizei fuhren in Hessen bis Freitagmorgen fast 330.000 Fahrzeuge an 387 zuvor bekanntgegebenen Messstellen vorbei. Von den erwischten Temposündern seien 1729 gravierend gewesen. Sie müssten nicht nur mit einem Bußgeld, sondern auch mit einem Eintrag in der Flensburger Verkehrssünderdatei rechnen. Außerdem drohe 138 Verkehrsteilnehmern auch noch ein Fahrverbot.

Den schlimmsten Ausreißer gab es in der Frankfurter Innenstadt. Dort war ein Raser mit Tempo 109 statt der erlaubten 50 unterwegs. Ihm drohen mindestens drei Monate Fahrverbot, vier Punkte in der Flensburger Verkehrssünderdatei und 600 Euro Bußgeld. Mit Bleifuß war in Frankfurt auch ein anderer Autofahrer unterwegs, der in einem Tempo-30-Bereich mit 91 gemessen wurde.

In Hessen waren 838 Polizisten und Ordnungsamtsmitarbeiter im Einsatz. Bundesweit hatten fast 15.000 Beamte an mehr als 8700 Stellen in ganz Deutschland Temposünder ins Visier genommen. (dpa)

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