Blogger beschäftigt sich mit ethischem Aspekt der Ernährung

Töten auch Veganer Tiere?

Twist. Gut Ernähren, aber wie? Bei dieser Frage geht es nicht immer um die richtige Zusammensetzung von Kohlehydraten, Eiweiß und Vitaminen. Ernährung hat auch einen ethischen Aspekt.

Diesem Aspekt hat sich der niedersächsische Blogger Felix Olschewski auf seine Homepage www.urgeschmack.de gewidmet und die Frage gestellt: „Verursachen Vegetarier mehr Blutvergießen als Fleischesser?“

„Der größte Irrtum vieler Vegetarier und Veganer ist, das für ihre Ernährung niemand sterben müsse“, schreibt Olschewski. Dabei plädiert der Autor aber keinesfalls für die industrielle Massentierhaltung: „Es ist kaum bestreitbar, dass die industrielle Fleischproduktion der Umwelt schadet und ineffizient mit Ressourcen umgeht, also nicht nachhaltig ist“.

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Nicht nachhaltig sei aber auch der Anbau von Soja - der wichtigsten Alternative zum Fleisch - in Monokulturen. „Die Mais- und Sojawüsten sind kein gesunder Lebensraum für Wildtiere und selbst Insekten können relativ wenig mit Monokulturen anfangen“, schreibt Olschewski. Zudem werde das Ökosystem beispielsweise durch Pestizide und Insektizide belastet. Diese würden bei der Gemüseproduktion genutzt und würden auch Tiere töten.

Wichtig sei es zu akzeptieren, dass „beim Essen immer jemand das Nachsehen hat.“ Den Salat, den ein Mensch esse, können nun einmal kein Kaninchen mehr essen, lege man einen Acker an, werde ein Ökosystem zerstört.

Olschewski setzt in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit auf eine regionale und saisonale Ernährung: Man solle das essen, was die Umgebung einem anbietet. Gebe es viel Grünland, mache es beispielsweise Sinn, Weidetiere zu essen.

Der Autor belegt seine Aussagen mit verschiedenen Artikeln. Dennoch reagieren viele Vegetarier und Veganer wütend. Anhand der Kommentare habe er den Eindruck gehabt, dass viele nur die Überschrift, vielleicht noch den ersten Absatz, gelesen hätten.

Eigentlich sei es ihm wichtig, auf Kommentare einzugehen, sagt Olschewski, doch persönliche Beleidigungen hätten sich in den Vordergrund geschoben. Darum schaltete der Blogger diese Funktion nach zwei Tagen ab (sas).

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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