Boliviens Präsident Morales will bis 2025 im Amt bleiben

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Evo Morales ist umstritten: Kritiker werfen ihm und seiner Bewegung zum Sozialismus autoritäre Züge, zu große Nähe zu China und die Rohstoffförderung in ökologisch sensiblen Gebieten vor. Foto: Marcelo Perez Del Carpio

La Paz (dpa) - Zum zehnjährigen Amtsjubiläum hat Boliviens Präsident Evo Morales den Rückgang der Armut hervorgehoben und den Wunsch geäußert, noch bis 2025 im Amt zu bleiben.

"Nach zehn Jahren einer revolutionären Regierung sind wir ein Land mit viel weniger Armen und ein definitiv gerechteres Land", betonte Morales am Freitag bei einem Festakt im Parlament. Der erste indigene Präsident ist schon jetzt der am längste amtierende Präsident Boliviens seit der Unabhängigkeit von Spanien 1825.

Morales betonte, er würde gerne erst zum 200-Jahr-Jubiläum der Unabhängigkeit aus dem Amt scheiden - am 21. Februar entscheiden die Bolivianer über eine Verfassungsänderung, die ihm eine weitere Amtszeit bis 2025 ermöglichen soll. Laut einer Umfrage liegt das Ja-Lager bisher mit 41:38 Prozent knapp vorn. Der frühere Kokabauer vom Stamm der Aymara hatte am 22. Januar 2006 das Amt angetreten, Kritiker werfen ihm und seiner Bewegung zum Sozialismus (Movimiento al Socialismo/MAS) autoritäre Züge, zu große Nähe zu China und die Rohstoffförderung in ökologisch sensiblen Gebieten vor.

85 Prozent der Bevölkerung haben indigene Wurzeln, unter Morales' Präsidentschaft erfuhren die indigenen Gruppen eine Aufwertung. Zwischen 2005 und 2014 ging der Anteil der Armen von 53 auf 29  Prozent zurück, in extremer Armut (weniger als ein Dollar pro Tag), leben statt 38 noch 17 Prozent. Im Schnitt wuchs das Land in der Zeit um 4,9 Prozent, vor allem dank der Einnahmen aus dem verstaatlichten Gasgeschäft. Morales will tausende neue Straßenkilometer bauen und das Bahnnetz ausbauen. Für 2016 erwartet der Internationale Währungsfonds 3,5 Prozent Wachstum.

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