Bombendrohung: 30.000 Menschen müssen Einkaufszentrum verlassen

Frankfurt. Wegen einer Bombendrohung haben rund 30.000 Menschen am Samstag mitten im Geschäftstrubel ein großes Frankfurter Einkaufszentrum verlassen müssen. Wegen der gleichen Bombendrohung wurde ein Berliner U-Bahnhof vorübergehend geräumt.

Bereits nach gut einer Stunde stellte sich der Alarm im „Nordwestzentrum“ aber als unbegründet heraus und die Menschen konnten weiter shoppen, wie Polizeisprecher Manfred Vonhausen berichtete.

Der Hintergrund war zunächst völlig unklar. In Frankfurt wurden auch eine U-Bahn- und mehrere Buslinien, die an dem Shoppingcenter halten, vorrübergehend gestoppt. Die Ringstraße um das Einkaufszentrum wurde gesperrt. Der Geschäftsführer aus einem der rund 150 Läden hatte einen Brief geöffnet, in dem in nicht einwandfreiem Deutsch gedroht wurde, dass am Nachmittag im „Nordwestzentrum“ und zeitgleich auf dem Kurfürstendamm in Berlin eine Bombe hochginge. Zu dem Motiv kein Wort.

Der Geschäftsführer verständigte die Polizei. Daraufhin wurde der Verkehr gestoppt und gegen 13.45 Uhr das Einkaufszentrum evakuiert, in dem auch ein Schwimmbad, eine Sauna, ein Fitnessstudio sowie zahlreiche Arztpraxen, Büros, Wohnungen und eine Tiefgarage untergebracht sind. Die Menschen wurden mit Lautsprechern und Megafonen aufgefordert, das Zentrum zu verlassen. „Sie waren alle sehr einsichtig“, sagte Vonhausen. Es habe keine Panik gegeben.

Gegen 15 Uhr wurde die Sperrung aufgehoben - erst für den Fußgänger- und dann für den Autoverkehr und das Zentrum. „Die Situation normalisiert sich jetzt so nach und nach wieder“, hieß es bei der Polizei. Bereits eine halbe Stunde später herrschte wieder gewohnt reges Einkaufstreiben und die Besucher des Schwimmbads konnten auch zurückkehren. Im Nordwestzentrum sind auf rund 90-000 Quadratmetern Verkaufsfläche etwa 150 Geschäfte untergebracht. Durchschnittlich 40 0000 Besucher werden am Tag gezählt, samstags sind es besonders viele. (lhe)

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