Bombenentschärfung soll billiger werden

Immer noch gefährlich: Eine Fünf-Zentner-Bombe, die im April 2011 in Göttingen entschärft wurde. Archivfoto: Rampfel/dpa

Hannover / Göttingen. Die Entschärfung und Vernichtung von Weltkriegsmunition in Niedersachsen soll kostengünstiger werden. Das ist das Ziel eines Behördenwechsels, den der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit Wirkung vom 1. Januar vollzog.

Ab sofort sind die Bombenentschärfer nicht mehr der Zentralen Polizeidirektion unterstellt, sondern dem Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen.

Die Landesregierung erhofft sich von der Neuregelung unter anderem Synergieeffekte bei der Luftbildauswertung, wie aus einer Mitteilung der beiden Behörden hervorgeht. An den Aufgaben des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, der die Kommunen bei der Beseitigung der tödlichen Hinterlassenschaften mit Personal und Technik unterstützt, soll sich nichts ändern. Sämtliche Mitarbeiter sollen ihre angestammten Arbeitsplätze behalten.

42 Fachleute

42 Fachleuten an den Standorten Hannover, Munster und Achternholt sind dafür zuständig, Weltkriegsmunition aller Art zu bergen, zu entschärfen, zu transportieren und zu vernichten. Jährlich werden rund 1200 Zufallsfunde gemeldet. 2011 machte der Dienst über 200 Sprengbomben und rund 300 Tonnen Munition unschädlich. Die hohen Zahlen ergeben sich durch Arbeiten im Bereich des ehemaligen Munitionslagers Eckertal im Harz sowie aus dem Ausbau des Jade-Weser-Ports.

Dass Bomben auch 65 Jahre nach Kriegsende noch Opfer fordern können, zeigt das Beispiel Göttingen: Am 1. Juni 2010 explodierte auf dem Schützenplatz bei Vorarbeiten zur Entschärfung eine Zehn-Zentner-Bombe und riss drei Menschen in den Tod. (lni)

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