Bombenräumer entschärfen tonnenweise Blindgänger

Hannover/Bremen. Auch knapp 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind Blindgänger eine im Boden schlummernde Gefahr und müssen wie an diesem Mittwoch in Bremen unter aufwendigen Sicherheitsvorkehrungen entschärft werden.

Jährlich gibt es im Bundesland Bremen etwa 10 bis 20 Bombenentschärfungen, im Jahr 2012 musste der Kampfmittelbeseitigungsdienst nach Angaben des Senats 17 Mal ausrücken. In Niedersachsen gab es im vergangenen Jahr 70 Einsätze, wie aus der Statistik der Kampfmittelräumer hervorgeht.

2012 wurden in Niedersachsen 51,5 Tonnen Kampfmittel entdeckt und beseitigt, teilte die Sprecherin der Kampfmittelbergung mit. 2011 kamen 88,3 Tonnen zusammen, 2010 waren es 93,3 Tonnen und im Jahr davor 47,3 Tonnen.

Ein Grund für den zwischenzeitlichen Anstieg seien die Arbeiten am JadeWeserPort und im Bereich des ehemaligen Munitionslagers Eckertal im Harz gewesen, sagte die Sprecherin der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die zuvor bereits über die Statistik berichtet hatte. In 90 Fällen war 2012 eine Sprengung vor Ort erforderlich. 39 Experten sind in Niedersachsen mit der Kampfmittelräumung beschäftigt.

Im Bremer Fall ging es am Mittwoch um eine 250-Kilo-Bombe. Schwerste Brocken im Vorjahr waren zwei deutsche Ein-Tonnen-Luftminen, die vor Borkum entdeckt wurden. Leichter, aber ebenfalls gefährlich waren die Funde von Granaten englischer, amerikanischer und deutscher Herkunft. Unschädlich gemacht wurden ebenfalls mehrere Torpedos und Ankertauminen. (dpa)

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