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Boris Johnson tritt zurück – Exodus von 55 Regierungsmitarbeitern

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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Zu sehen ist Boris Johnson vor zwei Union-Jack-Fahnen. Der Premierminister tritt offenbar zurück. Zuvor hatte es Massenrücktritte von Regierungsmitarbeitern gegeben. (Archivbild)
Boris Johnson tritt offenbar zurück. Zuvor hatte es Massenrücktritte von Regierungsmitarbeitern gegeben. (Archivbild) © Justin Tallis/dpa

Boris Johnson tritt zurück, zuvor hatten 55 Mitarbeiter seine Regierung verlassen. Sofort geht der Premier indes nicht. Politik-News vom 07. Juli im Live-Ticker.

Johnson Rücktritt: Der britische Premierminister Boris Johnson tritt zurück, sowohl als Tory-Chef als auch als Premierminister. Das erklärte Johnson selbst in einer Ansprache an die britische Öffentlichkeit. Zuvor hatte es einen regelrechten Exodus an Regierungsmitarbeitern gegeben. Insgesamt 55 Mitarbeiter sollen die Regierung verlassen haben. Boris Johnson hatte sich lange gegen einen Rücktritt gewehrt. Eine vergleichbare Welle an Rücktritten von Regierungsmitarbeitern hatte es in der britischen Geschichte bisher nicht gegeben.

Johnson überstand bereits früher im Jahr ein Misstrauensvotum seiner Partei. Nun ist der Druck aus den eigenen Reihen selbst dem Regierungschef zu groß geworden. In den kommenden Monaten gilt es in Großbritannien Entscheidungen für die Zukunft zu treffen, Kandidaten für seine Nachfolge bringen sich bereits in Stellung. Johnson plant im Amt zu bleiben, bis seine Nachfolge geklärt ist.

Welthungerhilfe schlägt Alarm: Hunderte Millionen Menschen hungern weltweit

Immer mehr Hunger: Die Welthungerhilfe registriert eine deutlich steigende Zahl hungernder Menschen weltweit. Vor diesem Hintergrund fordert die Vereinigung eine stärkere Verantwortungsübernahme reicher Staaten. Generalsekretär Mathias Mogge sagte der Rheinischen Post: „Es ist essenziell, jetzt schnell auf die dramatischen Auswirkungen der Inflation und der Preisexplosionen zu reagieren und humanitäre Hilfe bereitzustellen, die den Ausmaßen der Krisen gerecht wird und Leben rettet.“ Kriege, Klimawandel und die Folgen der Corona-Pandemie verstärken die Notlage. Auch in Deutschland steigen die Lebensmittelpreise, die Situation in anderen, ärmeren Weltregionen ist hingegen noch einmal deutlich dramatischer.

Mogge erklärte, Millionen Menschen weltweit seien „chronisch unterernährt“. Seiner Einschätzung nach habe die Weltgemeinschaft auf Warnzeichen nicht reagiert und zu wenig benötigte Investitionen in armen Ländern angestoßen, etwa in die ländliche Entwicklung. Die Zahl der Hungernden war laut UN im vergangenen Jahr auf etwa 768 Millionen Menschen gestiegen – etwa 46 Millionen mehr als im Jahr zuvor.

G20-Außenministertreffen: USA schließen bilaterale Gespräche mit Lawrow aus

Keine bilateralen Gespräche: Beim G20-Außenministertreffen wird auch der russische Außenminister Sergej Lawrow zugegen sein. Mit Spannung wird die Reaktion seines US-amerikanischen Pendants Antony Blinken erwartet. Dieser erklärte bereits, sich mit Lawrow nicht zu bilateralen Gesprächen zu treffen. Derweil schließt das US-Außenministerium nicht aus, dass der US-Außenminister den Raum verlassen könnte, wenn Lawrow das Wort ergreift. Das Auswärtige Amt hatte zuletzt erklärt, Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) würde ebenfalls nicht gesondert mit Lawrow zusammenkommen.

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