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Neu-Minister Pistorius und Doris Schröder-Köpf: Seine Ex ist keine Unbekannte – Trennung nach Schicksalsschlag

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Von: Felix Durach

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Boris Pistorius wird neuer Verteidigungsminister. Der 62-Jährige war sechs Jahre lang mit der Ex-Frau von Gerhard Schröder liiert.

München – Boris Pistorius (SPD) folgt nach knapp 13 Monaten auf Christine Lambrecht (SPD) und übernimmt das Verteidigungsministerium. Dass die Wahl von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf den niedersächsischen Innenminister fiel, hat einige Experten überrascht. Pistorius war schon deswegen kein Favorit auf den Posten, weil sich Olaf Scholz bei der Bildung seines Kabinetts zu einer paritätischen Besetzung bekannt hatte.

Der ein oder andere mag nun einen Blick in die Vita des neuen Bundesministers geworfen haben. Und in der sticht ein Name heraus. Der seiner früheren Lebensgefährtin. Sie ist in der deutschen Politik-Landschaft keine Unbekannte: Doris Schröder-Köpf.

Doris Schröder-Köpf: Ex-Kanzlergattin war die Frau an der Seite von Boris Pistorius

Schröder-Köpf ist genau wie Boris Pistorius für die niedersächsische SPD tätig und sitzt seit 2013 als Abgeordnete im Landtag in Hannover, berichtet tz.de. Von 2013 bis 2022 übernahm die 59-Jährige auch das Amt der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe. Der Name Doris Schröder-Köpf dürfte einem großen Teil der Bevölkerung jedoch aus einem anderen Grund bekannt vorkommen. Die erste Hälfte ihres Doppel-Namens deutet es an: Schröder-Köpf war von 1997 bis 2018 mit dem früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) verheiratet.

Der neue Verteidigungsminister Boris Pistorius mit seiner damaligen Lebensgefährtin Doris Schröder-Köpf im Jahr 2018. (Archivbild)
Der neue Verteidigungsminister Boris Pistorius mit seiner damaligen Lebensgefährtin Doris Schröder-Köpf im Jahr 2018. (Archivfoto) © Holger Hollemann/dpa

Die SPD-Politikerin und Journalistin war die vierte Ehefrau des Altkanzlers und während seiner zwei Amtszeiten als Bundeskanzler die Frau an dessen Seite. Als deutsche „First Lady“ übernahm Schröder-Köpf somit zwischen 1997 und 2005 karitative Aufgaben. 2016 wurde dann die Trennung des früheren Kanzlerpaars bekannt gegeben. 2018 wurde die Ehe geschieden.

Schröder-Köpfs Beziehung zu Russland: „Das Gesicht Putins, das wir heute sehen, war damals nicht erkennbar“

Im Ukraine-Krieg geriet Schröder-Köpf – ebenso wie ihr Ex-Ehemann – wegen ihrer Beziehungen zu Russland in das Zentrum der Kritik. Die Politikerin ist Vorstands-Mitglied des Vereins „Deutsch-russisches Forum e.V.“ und traf in der Vergangenheit an der Seite ihres Ex-Manns wiederholt auf Wladimir Putin.

Anders als der Altkanzler distanzierte sich die Landtagsabgeordnete jedoch schon kurz nach der Invasion deutlich von den russischen Handlungen. „Das Gesicht Putins, das wir heute sehen, war damals nicht erkennbar“, sagte Schröder-Köpf im März 2022 der dpa. Die russischen Aggressionen im Krieg bezeichnete sie als „einen schwerwiegenden Bruch des Völkerrechts, der durch nichts gerechtfertigt werden kann“.

Pistorius und Schröder-Köpf: Innenminister und Ex-Kanzlergattin waren sechs Jahre lang liiert

Im Jahr 2016 hatte Schröder-Köpf eine Beziehung mit ihrem Parteigenossen Boris Pistorius begonnen. Ein Jahr zuvor hatte der niedersächsische Innenminister seine langjährige Ehefrau Sabine durch eine Krebserkrankung verloren. Aus der Ehe waren zwei Töchter hervorgegangen.

Auch die Beziehung zwischen Pistorius und Schröder-Köpf blieb von Schicksalsschlägen nicht verschont. Bei der 59-Jährigen wurde ein Herzklappenfehler diagnostiziert, woraufhin sie sich Ende 2020 einer Herz-Operation unterziehen musste. Infolge des Eingriffs erlitt Schröder-Köpf zwei Schlaganfälle. Dennoch kämpfte die Landtagsabgeordnete sich zurück auf die politische Bühne – auch mit Boris Pistorius an ihrer Seite.

Zumindest bis zum Frühjahr 2022, als die Trennung von Schröder-Köpf und Pistorius bekannt wurde. Im Gespräch mit dem Boulevard-Magazin Bunte sagte die 59-Jährige zu dem Entschluss: „Seit der Operation habe ich einen etwas anderen Blick auf mein Leben.“ Mit Boris Pistorius sei sie jedoch weiterhin freundschaftlich verbunden. Über eine neue Frau an der Seite des designierten Verteidigungsministers ist derzeit nichts bekannt. Durch die Versäumnisse seiner Vorgängerin Christine Lambrecht und die Herausforderungen durch den andauernden Ukraine-Krieg hat der 62-Jährige in seinem neuen Amt aber ohnehin alle Hände voll zu tun. (fd)

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