Bouffier: Euro-Krise zentrales Thema bei Regionalkonferenzen

Wiesbaden. Der CDU-Bundesvize Volker Bouffier sieht die Euro-Krise als zentrales Thema der Serie von Regionalkonferenzen seiner Partei.

 „Es wird entscheidend sein, wie wir die weitere Entwicklung so in den Griff kriegen, dass das Jahrhundertprojekt Europa sich positiv weiterentwickelt“, sagte der hessische Ministerpräsident in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Wiesbaden. „Am Schluss muss für die Leute immer klar sein, was wir tun.“ Die erste von sechs Konferenzen mit der Parteivorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel findet an diesem Montag (19.9.) in Alsfeld in Hessen statt. Die CDU habe in ungewöhnlich kurzer Zeit mit der Euro-Krise, der Abschaffung der Wehrpflicht und der Energiewende eine „Fülle schwerer und großer Themen“ bewältigt.

„Das überfordert gelegentlich die Menschen.“ Bouffier zeigte sich aber überzeugt, dass es Merkel gelingen werde, dies der CDU-Basis zu vermitteln. Europa darf seiner Ansicht nach wegen der Schuldenkrise oder finanztechnischer Fragen nicht unter die Räder kommen. „Die Griechen aus Europa herauszuwerfen, das wäre ein falsches Signal“, sagte Bouffier. Dies würde Spekulanten einladen, es bei Italien oder anderen Ländern auch zu probieren. Es gebe bei dem Thema aber keine einfachen Lösungen. Dies gelte auch für eine geordnete Insolvenz, bei der die Gläubiger auf einen Teil der Schulden verzichteten.

„Vielleicht wäre es besser, wenn mal acht Tage gar keiner zu dem Thema mehr was sagt.“ Dies werde auch zur Beruhigung der Finanzmärkte beitragen. Zur Neuordnung der Bundeswehr sagte Bouffier, dass es nach der Abschaffung der Wehrpflicht darum gehe, „dass wir die mittlerweile immer deutlicher werdenden Probleme angemessen lösen und nicht totschweigen“. Dasselbe gelte auch für die Energiewende. „Energie muss bezahlbar sein.“ Neben der Ökologie müsse in einer starken Industriegesellschaft wie Deutschland immer auch die Ökonomie im Blick bleiben. Neben Merkel wird auch CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe am Montagabend in Alsfeld erwartet. Vor dem CDU-Bundesparteitag im November in Leipzig sollen Mitglieder aller Landesverbände in sechs solcher Veranstaltungen gehört werden. (dpa)

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