US-Präsidentschaftskandidat in der Kritik

Boxlegende Ali und Facebook-Chef stellen sich gegen Trump

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Ali (l.) und Zuckerberg erwähnten Trump in ihren Kommentaren nicht, doch wohl jeder weiß, wer gemeint ist.

Washington - Mit seinem Vorschlag für ein Einreiseverbot für Muslime in die USA hat sich Präsidentschaftskandidat Donald Trump noch ein paar Feinde mehr gemacht: Boxlegende Ali und Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

Der 73-jährige Ali, der selbst Muslim ist, rief die politisch Verantwortlichen in den USA auf, "Verständnis für die Religion des Islam" zu wecken und klarzustellen, dass die Anschläge "dieser missgeleiteten Mörder" nichts mit dieser Religion zu tun hätten. "Ich bin Muslim, und es ist nicht islamisch, unschuldige Menschen in Paris, San Bernardino oder irgendwo anders in der Welt zu töten", erklärte der einstige Box-Weltmeister im Schwergewicht.

Zuckerberg hob im sozialen Netzwerk Facebook hervor: "Nach den Anschlägen von Paris und dem Hass diese Woche kann ich mir nur vorstellen, welche Angst Muslime empfinden, dass sie für die Taten anderer verfolgt werden." Er fügte hinzu: "Als Jude haben mir meine Eltern beigebracht, dass wir gegen Angriffe auf alle Bevölkerungsgruppen Front machen müssen." Angriffe auf die Freiheit würden am Ende jeden treffen. Den Muslimen versicherte er explizit, dass sie jederzeit in seinem Unternehmen willkommen seien.

Wohl jeder Amerikaner weiß, wer gemeint ist

Den republikanischen Präsidentschaftsanwärter Trump erwähnten Ali und Zuckerberg nicht explizit. Doch die Stellungnahmen der beiden sind wohl klar gegen die Äußerungen von Trump gerichtet. Der hatte mit seiner Forderung nach einem generellen Einreiseverbot für Muslime in den USA breite Empörung ausgelöst. Das Weiße Haus sprach von Äußerungen, die den Werten des Landes zuwiderliefen. Auch Trumps Rivalen im Kampf um die republikanische Präsidentschaftskandidatur wiesen dessen Ansinnen zurück.

AFP

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