Briten wollen für Olympia Flugabwehr auf Wohnhäusern

London - Britische Behörden planen für Olympia eine spezielle Flugabwehr - auf Wohnhäusern. Bewohner reagieren skeptisch. Das Verteidigungsministerium beschwichtigt.

Als Teil ihrer Luftabwehr während der Olympischen Spiele will die britische Regierung möglicherweise Flugabwehrraketen auf den Dächern von Londoner Wohnhäusern aufstellen. Wie das Verteidigungsministerium am Sonntag mitteilte, wurden etwa 700 Bewohner eines Appartementblocks gut drei Kilometer von den wichtigsten Sportstätten entfernt bereits über die Pläne informiert. In einem Rundschreiben hieß es, Boden-Luft-Raketen könnten auf einem an das Gebäudedach angeschlossenen Wasserturm stationiert werden.

Bereits für die nächste Woche haben Sicherheitskräfte Tests an dem exklusiven und umzäunten Appartement-Komplex geplant, bei denen ermittelt werden soll, ob sich der Wasserturm für die Stationierung eignet. Bislang sei aber noch keine endgültige Entscheidung darüber gefallen, ob man überhaupt bodengestützte Luftabwehrsysteme anlässlich der Spiele einsetze, teilte das Verteidigungsministerium mit.

Der Hausbewohner Brian Whelan zeigte sich auf Nachfrage skeptisch. Die Leute mit denen er gesprochen, seien alles andere als glücklich über die Pläne, sagte er. „Ich denke nicht, dass wir so etwas hier überhaupt brauchen.“

Insgesamt sollen 13.500 britische Soldaten für die Sicherheit der Spiele im Sommer sorgen. Verteidigungsminister Philip Hammond hatte bereits mitgeteilt, dass Typhoon-Kampfflugzeuge, Hubschrauber, zwei Kriegsschiffe und Experten für Bombenentschärfung Teil der Sicherheitsvorkehrungen seien.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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