"Grenze überschritten"

Britischer Vizepremier: Keine Waffenlieferungen an Israel

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Der britische Vizepremier Nick Clegg.

London - Im Gaza-Konflikt fordert der britische Vizepremier Nick Clegg, dass keine Waffen mehr an Israel geliefert werden. Jerusalem habe eine Grenze überschritten. 

Der britische Vize-Premierminister Nick Clegg hat einen Stopp britischer Waffenlieferungen an Israel gefordert. Jerusalem habe im Gaza-Konflikt „eine Grenze überschritten“.

Sein liberaldemokratischer Parteifreund und Kabinettskollege Vince Cable erklärte am Dienstagabend, innerhalb der Koalitionsregierung mit den Konservativen gebe es dazu noch keine Einigung. Er erwarte diese aber bald, sagte der Wirtschaftsminister.

Die Haltung der Liberaldemokraten erhöht den Druck auf Cameron, seine Haltung im Gaza-Konflikt zu überdenken. Am Dienstag war Außenstaatssekretärin Sayeeda Warsi zurückgetreten. Sie erklärte, die Politik der britischen Regierung in der Gaza-Frage sei „moralisch nicht zu verteidigen“.

Nach Angaben der Downing Street wird die Frage der Waffenlieferungen an Israel derzeit überprüft. Die Liberaldemokraten wollen vor allem die Lizenzen für Waffen einfrieren, die im Gaza-Krieg eingesetzt werden. Bei dem Waffengang starben bisher nach palästinensischen Angaben rund 1800 Menschen in Gaza, vor allem Zivilisten. Auf israelischer Seite kamen 67 Menschen um, vor allem Soldaten.

dpa

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