Bulgarien bemüht sich verstärkt um Schengen-Beitritt

+
Bulgarische Grenze: Das Land verstärkt seine Bemühungen um einen Beitritt zur Schengen-Zone ohne Grenzkontrollen. Foto: Vassil Donev/Archiv

Sofia (dpa) - Bulgarien hat Bemühungen um einen Beitritt zur Schengen-Zone ohne Grenzkontrollen verstärkt. Das sagte Vize-Ministerpräsidentin Meglena Kunewa in einer Bilanz der ersten hundert Tage der Mitte-Rechts-Regierung. 

"Der Schengen-Beitritt wurde zum führenden nationalen Ziel", sagte die frühere EU-Kommissarin. Bulgarien habe dazu eine "breit angelegte diplomatische Kampagne" unter den anderen EU-Staaten eingeleitet.

Dem EU-Land Bulgarien war der Schengen-Beitritt ebenso wie dem benachbarten Rumänien bisher wegen ausufernder Korruption verweigert worden. Die ursprünglich für 2011 geplante Aufnahme beider Staaten war wegen eines Vetos aus Berlin und Paris auf unbestimmten Zeit verschoben worden.

Die Zahl der EU-Staaten, die Bulgariens Beitritt zum Schengen-Raum unterstützten, sei nun auf gut 20 gestiegen, sagte Kunewa. Wichtige EU-Staaten müssten allerdings noch überzeugt werden. Für die Schengen-Aufnahme neuer Staaten gilt das Einstimmigkeitsprinzip.

Bulgariens Grenzen zur Türkei sowie zu Serbien und zu Mazedonien sind zugleich EU-Außengrenzen. Mit einem noch im Ausbau befindlichen Grenzzaun entlang der türkischen Grenze möchte Bulgarien die Zahl der Immigranten aus Krisengebieten, die illegal aus der Türkei in die Europäische Union gelangen, verringern.

Bulgarische Regierung, auf Englisch

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.