Was der Bund ausgab

Seit 2003 über 1 Milliarde für Ost-Städte gezahlt

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Leerstehende Wohnungen in Plattenbauten, aufgenommen in Dresden (Archivbild).

Görlitz - Abriss und Sanierung: Mit 84 Millionen Euro allein aus Bundesmitteln werden in diesem Jahr ostdeutsche Städte saniert. 1,3 Milliarden Euro wanderten dafür in den vergangenen zehn Jahren in den Osten.

„Das ist gut angelegtes Geld. Wir stabilisieren städtische Strukturen durch den Abriss leerstehender, dauerhaft nicht mehr nachgefragter Wohnungen und werten die Innenstädte und erhaltenswerte Stadtquartiere auf“, erklärte Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU). Seit 2003 waren es insgesamt 1,3 Milliarden Euro, wie sein Ministerium am Montag mitteilte. Bund, Länder und Kommunen investierten dafür mehr als 2,7 Milliarden Euro.

Mit dem Stadtumbau Ost sei der Wohnungsleerstand deutlich gesenkt worden, sagte Ramsauer. Dazu habe auch der Rückbau von rund 300.000 Wohnungen in ganz Ostdeutschland beigetragen. „Für viele Bürger und die Eigentümer ist der Abriss von Wohnungen schmerzlich.“ Bis 2016 sollen bis zu 250.000 weitere Wohnungen verschwinden. Inzwischen setzt das Programm aber stärker auf die Aufwertung von Innenstädten und zentrumsnahen Altbauquartieren.

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Laut Prognosen wird der Osten bis 2025 bis zu 600.000 Haushalte verlieren, weil die Einwohnerzahl zurückgeht. Nur Regionen wie Berlin und sein Umland, Dresden, Jena und Teile der Ostseeküste sollen vom Einwohnerschwund verschont bleiben. Ohne weiteren Abriss könnte die Zahl leerstehender Wohnungen nach Schätzungen schon 2020 bei etwa 1,42 Millionen liegen.

dpa

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