Der Bund trennt sich endgültig vom Petersberg

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Das Bundesfinanzministerium und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) haben das Gebäude in Königswinter international zum Verkauf ausgeschrieben.

Königswinter - Das historische Anwesen auf dem Petersberg bei Bonn ist zum Verkauf ausgeschrieben. Wegweisende Verträge sind hier unterschrieben und Konferenzen abgehalten worden.

Dazu zählen das Petersberger Abkommen von 1949, mit dem die Bundesrepublik ihre Souveränität zurückerlangte, und die internationale Afghanistan-Konferenz im Jahr 2001. Die Bundesregierung hatte den Gebäudekomplex 1955 angemietet und 1978 gekauft, um ihn als Gästehaus der Bundesrepublik zu nutzen. Heute betreibt die Steigenberger Hotels AG dort ein Fünf-Sterne-Hotel mit 88 Zimmern, elf Suiten und Konferenzräumen für 500 Personen. Das gesamte Grundstück umfasst rund acht Hektar. Zu Gast waren Staatschefs und Monarchen wie Queen Elizabeth II., der ehemalige Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, der erste schwarze Präsident Südafrikas, Nelson Mandela, und der frühere US-Präsident Bill Clinton.

Am Freitag wollte der Bund die erste Immobilienanzeige schalten. Die Liegenschaft solle in einem offenen, transparenten Bieterverfahren veräußert werden, hieß es. Die historische Bedeutung des Hauses solle gewahrt bleiben. Die Frankfurter Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG soll den Verkauf begleiten.

Der Verkauf der Liegenschaft wurde bereits seit Jahren debattiert. Medienberichten zufolge hatten sich die vom Bund getragenen Unterhaltungskosten für den Komplex nicht mehr mit den Pachteinnahmen aus dem Hotelbetrieb gedeckt.

dapd

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