„Anker-Zentren“

Seehofer: Erstes Asylzentrum bald in Betrieb - Datum bekannt gegeben

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Bundesinnenminister Seehofer (CDU) am Mittwoch in Berlin.

Das erste der vier geplanten Asylzentren soll bald in Betrieb genommen werden. Das kündigte Bundesinnenminister Seehofer an. Eine Frage bleibt allerdings noch offen.

Berlin - Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will, dass die ersten der geplanten Asyl- und Abschiebezentren in vier bis fünf Monaten ihre Arbeit aufnehmen. „Ich will, dass wir sie im August, September in Betrieb nehmen“, sagte Seehofer am Mittwoch bei einem Kongress der Unionsfraktion mit dem Titel „Pakt für den Rechtsstaat - zur Stärkung von Justiz und Polizei“. Mit mehreren Landesinnenministern habe er am vergangenen Sonntag bereits über seine Pläne gesprochen. In den „Anker-Zentren“ soll zunächst die Identität der Asylbewerber geklärt werden. Dazu gehört auch die Altersfeststellung bei jungen Flüchtlingen. In den Zentren sollten Asyl-Entscheider und auch Verwaltungsrichter über den Schutzstatus entscheiden. Bei der Ablehnung eines Asylantrags sollte dort auch eine schnelle Abschiebung in die Wege geleitet werden.

Unklar, wer die Zentren betreiben soll

Nach den Vorstellungen Seehofers sollte niemand länger als 18 Monate in einem „Anker-Zentren“ bleiben. Für Familien solle eine maximale Aufenthaltsdauer von sechs Monaten gesetzlich festgelegt werden. Wer die Zentren betreiben solle, sei noch nicht entschieden, betonte er mit Blick auf Kritik der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Die Gewerkschaft hatte zuvor erklärt, die Bundespolizisten sähen darin nicht ihre Aufgabe.

Lesen Sie auch: Seehofer für „mehr Härte“ gegenüber abgelehnten Asylbewerbern.

dpa

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