Razzia in fünf Bundesländern

Nach Vereinsverbot: Polizei-Großeinsatz gegen Rockerclub

+
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat den als gefährlich geltenden Rockerclub Satudarah MC verboten.

Berlin/Essen - Die Polizei kam gleich mit den Spezialeinheiten: Nachdem Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) den als gefährlich geltenden Rockerclub Satudarah MC verboten hat, hat die Polizei in mehreren Städten Gebäude des Rockerclubs Satudarah MC durchsucht. 

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat den als gefährlich geltenden Rockerclub Satudarah MC verboten. Die Polizei stürmte am frühen Dienstagmorgen bundesweit Vereinsheime und Wohnungen von Satudarah-Mitgliedern, um das Verbot durchzusetzen. Schwerpunkt der Aktion war Nordrhein-Westfalen.

„Von dem Verein geht eine schwerwiegende Gefährdung für individuelle Rechtsgüter und die Allgemeinheit aus“, teilte eine Sprecherin des Ministeriums in Berlin mit. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) begrüßte das Verbot.

Die größten Einsätze gab es in Duisburg und Aachen, wie die Polizei mitteilte. Aber auch in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Bremen waren Spezialkräfte der Polizei im Einsatz. „Ziel war es, das Vereinsverbot praktisch umzusetzen“, sagte ein Sprecher der Essener Polizei, die den Einsatz in Nordrhein-Westfalen leitete. So beschlagnahmten die Beamten das Vereinsvermögen von Satudarah und stellten Rockerkutten sicher. Festnahmen habe es zunächst nicht gegeben.

Der Bundesinnenminister habe der niederländischen Gruppe jede Tätigkeit im Inland untersagt und die deutschen Teilorganisationen des Clubs verboten, sagte die Ministeriumssprecherin. Die Polizei hatte zuletzt immer wieder Waffen und Drogen bei Mitgliedern der Rockergruppe gefunden.

Die Satudarah hatte nach früheren Angaben der Behörden seit 2012 versucht, von den Niederlanden aus in Deutschland und vor allem in Nordrhein-Westfalen Fuß zu fassen. Über das Verbot hatte zuerst die „Bild“-Zeitung berichtet.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.