Merkel unterstützt öffentlich-rechtlichen Rundfunk

+
Angela Merkel unterstützt das öffentlich-rechtliche Fernsehen und den Hörfunk - aber sie ermahnt die Intendanten.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich klar zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk bekannt. Allerdings warnt sie ARD und ZDF sich auf den "Kern ihrer Aufgabe" zu konzentrieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich klar zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk bekannt und gleichzeitig ARD und ZDF gemahnt, sich auf den “Kern ihrer Aufgabe“ zu konzentrieren. “Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss im Wettbewerb eine verlässliche und glaubwürdige Informationsquelle sein. ARD und ZDF müssen keine Scheu haben, sich auf den Kern ihrer Aufgabe zu konzentrieren“, sagte Merkel am Dienstag bei einer CDU-Medienveranstaltung in Berlin.

Aufgestiegen - und unter Merkel abgestiegen: Röttgen ist kein Einzelfall

Aufgestiegen - und unter Merkel abgestiegen: Röttgen ist kein Einzelfall

ARD und ZDF sollten sich “auch als Partner verstehen und nicht nur als Konkurrenten. Das könnte hilfreich sein in Zeiten harten Wettbewerbs“, sagte die CDU-Chefin weiter. Merkel mahnte auch eine stärkere regionale Berichterstattung in den dritten Programmen sowie ein hochwertiges Programm zu den Hauptsendezeiten an. All diese Anmerkungen sage sie aber “aus Liebe zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk“, betonte die Kanzlerin.

ZDF-Intendant Thomas Bellut sagte: “Das ZDF kann und will keine Internetzeitung anbieten“, sondern setze auf Bewegtbilder. Er warnte vor Diskussionen, die Werbung in öffentlich-rechtlichen Sendern abzuschaffen. Dies nähme die Option einer längerfristigen Stabilisierung der Gebührenbeiträge. Bellut verteidigte den Kauf der Rechte für die Fußball-Champions-League. Ohne Unterhaltung sei ein Vollprogramm nicht sinnvoll zu betreiben. “Wir brauchen diese Leuchttürme der Beachtung.“ In den Halbzeitpausen würden künftig Nachrichten mit doppelter Zuschauerzahl laufen als sonst.

Zum Thema Urheberrecht merkte Merkel an, dass der Schutz des geistigen Eigentums gewährleistet sein müsse. “Wir können nicht alles zum Nulltarif anbieten, das würde zu einer Verflachung führen“, erklärte sie. Allerdings sei das mit der einfachen Rechtssetzung nicht mehr getan, auch in ihrer Partei müssten zu diesem Punkt noch viele Diskussionen geführt werden.

dapd/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.