Orden für TV-Journalistin

Steinmeier zeichnet Dunja Hayali mit Bundesverdienstkreuz aus

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verleiht im Schloss Bellevue der TV-Moderatorin Dunja Hayali das Bundesverdienstkreuz.

Wiederholt hat sich Dunja Hayali gegen Fremdfeindlichkeit eingesetzt und erntet dafür immer wieder Hass im Netz. Von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhielt die TV-Journalistin nun das Bundesverdienstkreuz.

Berlin - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat der Fernsehjournalistin Dunja Hayali das Bundesverdienstkreuz verliehen. Steinmeier zeichnete am Dienstag im Schloss Bellevue in Berlin zudem mehrere weitere engagierte Bürger aus. Die Demokratie brauche Menschen wie die Ausgezeichneten, erklärte Steinmeier. Anlass für die Verleihung ist der Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes am 23. Mai 1949, der sogenannte Verfassungstag.

"Wir brauchen Menschen, die Probleme nicht nur beklagen und darauf warten, dass 'der Staat' oder 'die Politik' sie lösen, sondern die selbst aktiv werden - ganz gleich, ob es um das Leben im eigenen Dorf geht oder um die Zukunft Europas", sagte Steinmeier. Es wurden laut Bundespräsidialamt Bürger im Alter zwischen 20 und 90 Jahren geehrt, die sich "in herausragender Weise für Freiheit und Demokratie und gegen Rechtextremismus und Gewalt" engagieren.

Zu den Geehrten gehört unter anderem Hayali, die sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einsetzt. "Wir brauchen Journalistinnen und Journalisten mit Handwerkszeug und Ethos", zeigte sich Steinmeier überzeugt.

Bundesverdienstkreuz auch für Bürgerinitiative und Baumpflanzkampagne 

Das Bundesverdienstkreuz erhielt auch die Schriftstellerin Juli Zeh, die sich immer wieder in politische Debatten einmischt. Ausgezeichnet wurde zudem der 20-jährige Felix Finkbeiner aus Bayern, der als Schüler eine weltweite Baumpflanzkampagne zum Kampf gegen den Klimawandel initiierte. Ebenfalls geehrt wurden Sabine und Daniel Röder aus Frankfurt am Main. Sie gründeten die Bürgerinitiative "Pulse of Europe".

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AFP

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