Bürgerfest im Schloss Bellevue im Zeichen der Flüchtlingshilfe

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Bundespräsident Joachim Gauck beim Bürgerfest in Berlin. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Berlin (dpa) - Bundespräsident Joachim Gauck hat den vielen ehrenamtlichen Helfern gedankt, ohne deren Engagement Staat und Kommunen den derzeitigen Flüchtlingszuzug nicht bewältigen könnten.

Die Hilfsbereitschaft in Deutschland führe zu einer "ernsthaften Hochstimmung", sagte Gauck am Samstag beim Bürgerfest im Park von Schloss Bellevue in Berlin. "Aus der Sorge heraus erleben wir uns als fähige Menschen, die eine große Herausforderung bewältigen", sagte der Bundespräsident . "Das geht ein in unsere kollektive Erinnerung."

Gauck erinnerte an die Euphorie während Fußball-WM 2006, als sich alle Bürger, auch die ausländischer Herkunft, für die gleiche Sache begeistert hätten. Nun sei es wichtig, die Hilfsbereitschaft möglichst lange lebendig zu halten. "Wir können das schaffen, wenn wir uns auch morgen und übermorgen bewusst machen, dass wir die Herren unseres Geschicks sind - wenn wir das wollen", sagte Gauck.

Natürlich gebe es auch Ängste angesichts der Herausforderungen, diese dürften aber nicht in Ressentiments münden. "Angst ist menschlich, aber wir dürfen ihr keine Kraft zugestehen." Insbesondere Deutschland habe in seiner Geschichte viel schwierigere, krisenhafte Situationen erlebt.

Der zweite Tag des Bürgerfestes im Schloss Bellevue stand unter dem Motto "Tag des offenen Schlosses". Interessierte erhielten bei Rundgängen Einblicke in Park und Schloss. Bis bis 1700 Uhr waren nach Angaben des Bundespräsidialamtes rund 11 700 Gäste gekommen. Auf dem Programm standen auch Musik- und Theateraufführungen. Zahlreiche Vereine und Initiativen stellten ihre ehrenamtliche Arbeit vor.

Mit dem Bürgerfest würdigt der Bundespräsident alljährlich das Ehrenamt als wichtigen Teil der Zivilgesellschaft. Thematischer Schwerpunkt war in diesem Jahr die Hilfe für Flüchtlinge.

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