Gauck trifft Frankreichs Staatschef

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Bundespräsident Joachim Gauck hat Frankreichs Staatschef Hollande in Paris besucht.

Paris - Der Austausch zwischen Berlin und Paris läuft nach konfliktreichen Wochen wieder auf Hochtouren. Nach Kanzlerin Merkel besuchte am Montagabend Bundespräsident Gauck den neuen französischen Staatschef Hollande im Elyséepalast.

Bundespräsident Joachim Gauck hat am Montagabend seinen Antrittsbesuch bei Frankreichs neuem Staatschef François Hollande absolviert. Auf dem Programm des kurzen Treffens standen eine kurze Unterredung sowie ein gemeinsames Abendessen im Elyséepalast.

Das deutsch-französische Treffen galt als weiteres Zeichen für die Bemühungen Hollandes, das Verhältnis zu Berlin zu verbessern. In den zurückliegenden Wahlkampfmonaten hatte der Sozialist wiederholt heftige Kritik an der deutschen Sparpolitik geäußert und war demonstrativ auf Distanz zu Bundeskanzlerin Angela Merkel gegangen.

Im französischen Präsidentschaftswahlkampf hatte die deutsche Regierungschefin allerdings auch den damaligen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy unterstützt. Sie war erst vergangene Woche zum ersten Mal zu Hollande nach Paris gereist. Nach seinem Wahlsieg am 6. Mai hatte Hollande zunächst die SPD-Spitzenpolitiker Sigmar Gabriel, Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück in den Elyséepalast eingeladen.

In den vergangenen Tagen wurde in Paris immer wieder betont, dass es keinerlei Konfrontationskurs gebe. „Im Gegensatz zu dem, was hier und dort gesagt wird (...), sind die Beziehungen zwischen Berlin und Paris gut“, bekräftigte beispielsweise Finanzminister Pierre Moscovici im Gespräch mit der Tageszeitung „Le Figaro“ (Montag).

Ein weiteres Symbol für die engen Verbindungen soll am kommenden Sonntag ein Treffen von Merkel und Hollande in Reims werden. In der dortigen Kathedrale wollen die beiden Spitzenpolitiker den 50. Jahrestag der Aussöhnung beider Staaten nach einer bewegten Vergangenheit würdigen. Bereits an diesem Dienstag wird Bundesaußenminister Guido Westerwelle in Paris erwartet. Er will dort den 50. Geburtstag des Goethe-Instituts Paris feiern.

dpa

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