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Bundespräsidentenwahl: Erste Hochrechnungen und Prognosen

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Von: Ines Alberti

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei einer Veranstaltung im Schloss Bellevue
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei einer Veranstaltung im Schloss Bellevue. (Archivbild) © Bernd von Jutrczenka/dpa

Am 13. Februar 2022 wird in Deutschland ein neues Staatsoberhaupt gewählt: der Bundespräsident. Erfahren Sie hier erste Prognosen und Hochrechnungen.

Berlin – Wer bekleidet künftig das höchste Amt der Bundesrepublik Deutschland? Darüber entscheiden mehr als 1400 Menschen am Sonntag, 13. Februar 2022, in Berlin. Sie alle sind Mitglieder der Bundesversammlung und wählen den Bundespräsidenten. Obwohl der Bundespräsident hauptsächlich repräsentative Funktionen hat, ist er das deutsche Staatsoberhaupt. Der aktuelle Amtsinhaber ist Frank-Walter Steinmeier (SPD). Als Gegenkandidaten treten Gerhard Trabert (parteilos) für Die Linke, Max Otte (CDU) für die AfD und Stefanie Gebauer (Freie Wähler) für die Freien Wähler an.

Die Chancen, dass Steinmeier das Amt weiterhin ausüben wird, werden von Experten als hoch eingeschätzt. Denn SPD, Union, Grüne und FDP haben Steinmeier ihre Unterstützung für eine zweite Amtszeit zugesagt. Sie kommen zusammen auf 1223 Stimmen. Um die Wahl zu gewinnen, braucht es eine absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent, also 737 Stimmen. Die Wahlberechtigten sind allerdings nicht an die Empfehlung der Partei gebunden und können selbst entscheiden, wem sie ihre Stimme geben. Die Bundesversammlung besteht aus den 736 Abgeordneten des Bundestags und einer gleich großen Zahl von Menschen, die die 16 Landtage entsenden.

Bundespräsidentenwahl: Bisherige Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland

Bundespräsidentenwahl: Welche Aufgaben der Bundespräsident hat

Das Amt wird überparteilich ausgeübt. Dennoch ist es natürlich für jede Partei ein Prestigeerfolg, ein Mitglied ins Schloss Bellevue entsenden zu können. Seit dem 19. März 2017 amtiert Frank-Walter Steinmeier als zwölfter Bundespräsident. Nach Gustav Heinemann und Johannes Rau ist er der dritte SPD-Politiker in dieser Position.

Steinmeier folgte nach der Bundespräsidentenwahl auf den parteilosen Joachim Gauck, der damals aus Altersgründen nicht für eine zweite Amtszeit kandidierte. Anders als der Bundeskanzler wird der Bundespräsident für fünf Jahre gewählt und darf den Posten höchstens zwei Amtszeiten nacheinander innehaben. Bislang übten lediglich Theodor Heuss und Richard von Weizsäcker das Amt zehn Jahre am Stück aus.

Wahl zum Bundespräsidenten: Erste Hochrechnungen und Prognosen

Hochrechnungen und Prognosen, bevor das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl feststeht, können ab dem Abschluss des ersten Wahlgangs und mit Beginn der Stimmauszählung erwartet werden. Erfahrungsgemäß ist das am frühen Nachmittag der Fall. Das Ergebnis kann außerdem live im TV und Live-Stream verfolgt werden. Hier können sie die Bundespräsidentenwahl live mitlesen. (Ines Alberti)

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