Bundestagswahl 2021

ZDF-„Klartext“: Baerbock plädiert in Spritpreis-Debatte für E-Autos – Gast reagiert genervt

Annalena Baerbock, Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für die Bundestagswahl, ist in der ZDF-Sendung „Klartext, Frau Baerbock!“ zu Gast und diskutiert mit Studiogästen.
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Annalena Baerbock, Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für die Bundestagswahl, ist in der ZDF-Sendung „Klartext, Frau Baerbock!“ zu Gast und diskutiert mit Studiogästen.

Annalena Baerbock stellt sich im ZDF den Fragen der Wähler. Mit einem Gast diskutiert die Grünen-Kanzlerkandidatin über E-Autos. Doch der reagiert genervt.

Berlin – Kurz vor der Bundestagswahl 2021 kämpfen die Grünen, um Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, noch immer mit ernüchternden Umfrage-Ergebnissen. Im Wahlforum des ZDF „Klartext, Frau Baerbock!“ stellte sich die Spitzenkandidatin der Grünen den Fragen der Wählerinnen und Wähler.

Im Laufe der Diskussion wurde Baerbock unter anderem mit Kritik an Windkraftanlagen und Sorgen um Arbeitsplätze in der Kohleindustrie konfrontiert. Auch das Thema E-Autos kam zur Sprache. Auf die beharrliche Antwort von Annalena Baerbock reagierte ein Studiogast schließlich genervt.

„Klartext“ (ZDF): Annalena Baerbock hält bei Diskussion über E-Autos dagegen

„Nächstes Jahr sollen die Spritpreise ansteigen und das macht mir Angst“, erklärte der Fragesteller zunächst. Er mache sich Sorgen um die sozialen Auswirkungen, berichtete er. So befürchte er, dass das Ehrenamt verschwinde oder der Kinder- und Jugendsport in Vereinen kaputtgehe, da Eltern es sich nicht mehr leisten könnten, ihre Kinder mehrmals die Woche zum Sport zu fahren, erklärte er Baerbock.

Annalena Baerbock stellte zunächst klar, dass der Spritpreis nicht im nächsten Jahr um 16 Cent erhöht werden solle, sondern über die nächsten Jahre. Zudem erwiderte sie: „Ich bin selber auf dem Land groß geworden, ich weiß, dort braucht man das Auto.“

Annalena Baerbock macht im ZDF deutlich: „Es braucht einen Umstieg auf E-Autos“

Daher brauche es auch einen Umstieg auf saubere Autos, so die Grünen-Kanzlerkandidatin. „Ansonsten sagen unsere Kinder und Enkel: Wie konntet ihr das zulassen?“, so Baerbock. Weiter ging die Diskussion mit dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. „Ich würde gerne mit den Öffentlichen zur Arbeit fahren“, sagte der Fragensteller. „Ich habe einen Arbeitsweg von 14 Kilometern“, erklärte er. Mit dem Bus dauere dieser Fahrtweg zwei Stunden. Und die Oma, die zum Einkaufen fahre, werde sich sicher kein Elektroauto kaufen, betonte er im ZDF-„Klartext“.

Darauf antwortete Baerbock: „Naja, das kommt darauf an, wie lange sie noch fahren will.“ Der Mann winkte genervt ab: „Ach, bitte!“ Doch Baerbock hielt weiter dagegen. Die Frage sei doch: Ändern wir jetzt was an dem System oder lassen wir alles wie bisher?

„Ich glaube, wir sollten ein paar zentrale Dinge ändern, nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch, damit auf dem Land alle mobil sind“, so Baerbock. Sie wolle daher eine Kaufpreis-Prämie von 9000 Euro, um den Wechsel auf Elektroautos zu unterstützen und den öffentlichen Nahverkehr ausbauen, sodass jede Stunde der Bus komme, sowie Bahnstrecken reaktivieren. (sne)

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