Bundestagswahl 2021

Union steckt in Umfrage-Tief fest – Abgeordnete fordern Laschet-Rücktritt

Die Union hat seit Wochen mit schwachen Umfragewerten zur Bundestagswahl zu kämpfen. Einige Abgeordnete geben Kanzlerkandidat Armin Laschet die Schuld.
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Die Union hat seit Wochen mit schwachen Umfragewerten zur Bundestagswahl zu kämpfen. Einige Abgeordnete geben Kanzlerkandidat Armin Laschet die Schuld.

Vor der Bundestagswahl bereiten schlechte Umfragewerte der Union Sorgen. Angeblich fordern einige Abgeordnete den Rücktritt von Kanzlerkandidat Armin Laschet.

Berlin – Nur noch wenige Wochen bis zur Bundestagswahl 2021 und die Union befindet sich in einer echten Krise. Die Umfragewerte der Christdemokraten sind seit Wochen im Sturzflug, die persönlichen Werte von Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) dagegen nochmal schlechter. Und das, obwohl man die Grünen, die lange Zeit guten Umfragewerte erzielen konnten, vorerst abschütteln konnte.

Inzwischen kann sich die SPD jedoch über zuletzt starke Umfrageresultate erfreuen – insbesondere Olaf Scholz. Der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten schneidet im direkten Vergleich mit Laschet und Grüne-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock besonders gut ab.

Seitens der CSU hieß es am Donnerstag (19.08.2021) zum wiederholten Male, dass man an einem Strang ziehen müsse. Bei einer Sitzung der Unions-Fraktion soll die Düsseldorfer CDU-Abgeordnete Sylvia Pantel Parteichef Laschet aber sogar aufgefordert haben, „die Konsequenzen zu ziehen, wenn in zwei Wochen die Umfragewerte nicht besser werden.“ Darüber berichtet unter anderem die Bild-Zeitung, die sich auf Teilnehmerkreise beruft.

Laschet-Rücktritt vor der Bundestagswahl? Situation ist „beschissen“

Dass Armin Laschet tatsächlich seinen Hut nimmt, darf allerdings bezweifelt werden. Berichten zufolge soll der CDU-Chef, der der Sitzung zugeschaltet war, nicht auf die Forderung Pantels eingegangen sein. Dabei soll die Düsseldorferin noch deutlicher geworden sein: „Es ist besser, kurz und schmerzhaft zu reagieren, als gemeinsam unterzugehen“, wird Pantel zitiert. Zudem sei CDU-Abgeordneter Axel Müller ihr beigesprungen und habe die Situation als „beschissen“ zusammengefasst.

Am Samstag (21.08.2021) plant die CDU eine zentrale Auftaktveranstaltung in Berlin, um in den Endspurt für die Bundestagswahl zu starten. „Wir müssen und werden mehr Köpfe zeigen und machen so deutlich, dass wir ein starkes Team sind“, wurde Laschet am Freitag (20.08.2021) laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) von Teilnehmern der Online-Sitzung zitiert. Im Gegensatz zur SPD, die „ihre Leute verstecken“ müssten, könne man in den Reihen der Union „mit Stolz unsere kompetenten Köpfe zeigen“, so Laschet demnach weiter.

Bundestagswahl: SPD holt weiter auf – Armin Laschet muss „Vollgas“ geben

Es bleibt abzuwarten, ob die Union sich noch erfolgreich aus dem Negativtrend manövriert und wichtige Stimmen für die Bundestagswahl gutmachen kann. Fakt ist, dass den Umfragen zufolge der Wunsch nach einer SPD-geführten Regierung immer größer wird. Denn bei einer Frage des ARD-„Morgenmagazins“ danach, wer die nächste Regierung führen sollte, liegen die Union und die Sozialdemokraten aktuell mit je 30 Prozent gleichauf. Dabei verlor die CDU/CSU-Regierung jedoch fünf Prozentpunkte, während die SPD indes sechs Punkte hinzugewinnen konnte. Für ein von den Grünen geführtes Kabinett sprechen sich 15 Prozent aus.

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Mit Blick auf die Veranstaltung am Samstag, erläuterte CSU-Generalsekretär in der RTL/ntv-Sendung „Frühstart“, es sei „dringend notwendig, dass wir jetzt auch als Union deutlich machen, dass der Kanzlerkandidat sagt, welchen Weg er für Deutschland will“. Armin Laschet müsse jetzt „Vollgas“ geben. (Nail Akkoyun)

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