Bundestagswahl 2021

Bundestagswahl 2021: Grüne und FDP treffen sich zu ersten Gesprächen – und posten Selfie

Bei der Bundestagswahl 2021 siegt die SPD vor der Union. Grüne und FDP treffen sich bereits zu Gesprächen. Aktuelle Ereignisse zur Wahl im News-Ticker.

  • Am 26. September fand in Deutschland die Bundestagswahl 2021 statt.
  • Die SPD gewinnt die Wahl vor der Union. Nun finden Koalitionsgespräche statt.
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Wahl erfahren Sie in unserem News-Ticker.

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Update vom Mittwoch, 29.09.2021, 6.55 Uhr:  Die Spitzen von Grünen und FDP haben überraschend schon am Dienstag (28.09.2021) erste Vorgespräche über eine gemeinsame Regierungsbeteiligung geführt. Die Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck trafen sich mit FDP-Chef Christian Lindner und Generalsekretär Volker Wissing.

Alle vier posteten auf Instagram ein Foto des Quartetts und schrieben dazu: „Auf der Suche nach einer neuen Regierung loten wir Gemeinsamkeiten und Brücken über Trennendes aus. Und finden sogar welche. Spannende Zeiten.“

Die Spitzen von Grünen und FDP haben erste Vorgespräche über eine gemeinsame Regierungsbeteiligung geführt.

Grüne und Liberale könnten nach der Bundestagswahl sowohl eine Ampelkoalition mit der SPD als auch ein Bündnis mit der Union eingehen. Allerdings hat die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz die Wahl am Sonntag gewonnen. Erklärtes Ziel von Grünen und FDP ist die Einigung auf Grundlinien einer politischen Zusammenarbeit, die als Voraussetzung für einen „Neustart“ der Regierungspolitik in Deutschland dienen soll. Erst später wollen beide mit der Partei eines möglichen Kanzlers sprechen.

Brinkhaus bleibt Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU

+++ 22.23 Uhr: Ralph Brinkhaus wird für weitere sechs Monate Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag bleiben. Das ist das Ergebnis der Abstimmung der Mitglieder am Abend. Er wurde in der konstituierenden Sitzung der Fraktion laut Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland aber nicht wie üblich für ein Jahr, sondern bis Ende April 2022 gewählt.

85 Prozent der Abgeordneten stimmten für ihn als Unionsfraktionsvorsitzenden, heißt es aus Teilnehmerkreisen. Somit gelingt Laschet ein Kompromiss: Er habe dafür plädiert, Brinkhaus nur kommissarisch bis zur Regierungsbildung im Amt zu halten. Erst dann sollte die Wahl des Fraktionsvorsitzenden stattfinden.

Das ließ sich Brinkhaus allerdings nicht bieten und setzte die Wahl für ein Jahr am Dienstagabend an. Nun bleibt der amtierende Fraktionsvorsitzende für mindestens sechs weitere Monate Unionsfraktionschef.

Wie geht es weiter im Bundestag? Es gibt einen Kompromiss für CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet und den Fraktionsvorsitzenden der Union, Ralph Brinkhaus. (Archivbild)

Bundestagswahl 2021 Live: Laschet räumt erstmals Fehler ein - „Ich bedauere das sehr“

+++ 19.23 Uhr: Armin Laschet soll in der konstituierenden Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Sondierungen mit Grünen und FDP werben. „Die, die uns gewählt haben, sagen: Gebt das nicht so schnell auf mit Jamaika“, erklärte Laschet nach Informationen des Redaktions Netzwerk Deutschland (RND).

Demnach gebe es starke Signale von der FDP in Richtung Union. An Olaf Scholz übte er indes starke Kritik: Wie Scholz mit Koalitionspartnern umgehe, könne man in Hamburg sehen als er dort eine Regierung geführt hat, so Laschet. Erstmals räumte er jedoch auch Fehler ein. Er habe als Spitzenkandidat Fehler gemacht, das bedauere er sehr. Zudem habe er jene um Entschuldigung gebeten, die ihr Mandat verloren hätten.

Das Wahlergebnis sei ein schwerer Schlag für die CDU. Diese Wahl könne die Union nicht zufriedenstellen. Es sei ein trauriger, schlechter Tag für Union. Die Aufarbeitung müsse laut Laschet nun schnell stattfinden.

+++ 16.40 Uhr: Kurz vor Beginn der Fraktionssitzung von CDU und CSU werden Details zu Armin Laschets Strategie bekannt. Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel zufolge soll Laschet eine Lösung testen, welche Ralph Brinkhaus für sechs Monate, statt zwölf Monate, im Amt des Fraktionsvorsitzenden vorsieht.

Das bestätigen die Informationen der Zeitung Welt. Demnach wollen Laschet und Söder das Modell gemeinsam vorschlagen.

+++ 15.45 Uhr: Im Vergleich zu Armin Laschet hat Markus Söder am Nachmittag Olaf Scholz zum Wahlsieg gratuliert. Söder sagte zudem in Berlin: „Die besten Chancen, Kanzler zu werden, hat derzeit Olaf Scholz – eindeutig.“

+++ 14.30 Uhr: Markus Söder rechnet offenbar mit einer Ampel-Koalition als neue Bundesregierung. Das berichtet das Nachrichtenportal N-tv.de unter Berufung auf interne Informationen aus einer Sitzung der CSU-Landesgruppe in Berlin. Söder soll darin gesagt haben, dass alles auf eine Ampel-Koalition hinauslaufe und es „nicht mal Verhandlungen über Jamaika“ geben werde.

+++ 13.00 Uhr: Aus Unionskreisen ist zu vernehmen, dass Markus Söder nun zu einer Kanzlerkandidatur gedrängt werden soll. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zudem gibt es offenbar Bestrebungen, Söder nahezulegen, in Verhandlungen mit der FDP und den Grünen zu treten.

Bundestagswahl 2021: Unionskreise wollen Laschet durch Söder ersetzen

Dem Bericht nach, sei es innerhalb der Union als Zeichen gewertet worden, dass Söder nicht schon am Sonntagabend den Gang der Union in die Opposition gefordert habe. Damit habe sich Söder seine Machtchance offengehalten. Zudem sei es für Söder eine Motivation, dass Robert Habeck grüner Vizekanzler werden soll. Habeck war zuvor eher die Nummer Zwei hinter Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Auch im Fall der Union würde laut RND somit die Nummer Zwei zur Nummer Eins werden. Habeck und Söder verstünden sich zudem gut, so der Bericht.

+++ 10.30 Uhr: CDU-Chef Armin Laschet ist es laut Informationen der Zeitung Welt nicht gelungen, den amtierenden Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus davon abzubringen, in der heutigen Fraktionssitzung zur Wiederwahl anzutreten.

Bundestagswahl 2021: Luft für Armin Laschet wird dünner

Laschet hatte mehrfach betont, er wolle eine Verschiebung der Wahl erreichen. Auf der Pressekonferenz am Montagnachmittag kündigte er an, er werde bis zum Abend eine Regelung mit Brinkhaus treffen. Das ist offenbar nicht gelungen. Bei jetzigem Sachstand müsste Laschet eine Kampfabstimmung anstrengen, um diese wichtige Entscheidung verschieben zu können. Verliert er diese, ist er für die CDU quasi untragbar. Es würde dann heute zu einer Abstimmung kommen, aber mit Gegenkandidaten für Brinkhaus, was den internen Zwist in der Union nur stärken wird.

+++ 10.00 Uhr: In Nordrhein-Westfalen wurde nun ein Nachfolger für Armin Laschet gefunden. Der bisherige Verkehrsminister soll neuer Ministerpräsident werden.

Update von Dienstag, 28.09.2021, 8.00 Uhr: Am Dienstag könnte es zu einem Showdown in der neuen CDU/CSU-Bundestagsfraktion kommen. Ab 17.00 Uhr treffen sich die neuen Abgeordneten der Union in Berlin. Dabei könnte es zu einer für Kanzlerkandidat Armin Laschet kritischen Entscheidung kommen: Bereits am Montag wurde spekuliert, ob Ralph Brinkhaus am Dienstag bereits wieder zur Wahl des Fraktionschefs antritt. Laschet betonte auf einer Pressekonferenz, dass Brinkhaus vorerst das Amt „kommissarisch“ weiterführen solle.

Die abermalige Wahl von Brinkhaus könnte einen Machtverlust für Laschet darstellen. Zuvor kursierten bereits zahlreiche Forderungen nach dessen Rücktritt.

+++ 21.07 Uhr: Erstmals seit der Geschichte der Bundesrepublik erreichte die Union weniger als 30 Prozent der Stimmen bei der Bundestagswahl. Der Druck auf CDU-Chef Armin Laschet wächst. Nun wird er auch aus den eigenen Reihen kritisiert. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die Funke-Mediengruppe zufolge, stimmten 51 Prozent der Befragten für einen Rücktritt des Kanzlerkandidaten. Parteiübergreifend befürworteten sogar 70 Prozent der Befragten seinen Rücktritt.

„Mir fehlt jede Fantasie, wie Laschet die für eine neue Regierung notwendige Aufbruchstimmung erzeugen will“, sagte beispielsweise der Nürtinger Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich gegenüber der Stuttgarter Zeitung. „Zunächst müssen wir unseren eigenen Laden in Ordnung bringen. Da gibt es genug zu tun.“ 

Bundestagswahl 2021: Armin Laschet hofft weiter auf Kanzleramt

Weitere Abgeordnete der Union kritisieren vor allem das Dringen auf eine Jamaika-Koalition. „Wir als Union müssen anerkennen, dass die SPD die Wahl gewonnen hat und den ersten Regierungsbildungsversuch starten darf. Parallelverhandlungen über Jamaika sollte es nicht geben, sondern erst dann, wenn eine Ampel nicht zustande kommt“, sagte der Böblinger Abgeordnete Marc Biadacz aus Baden-Württemberg. „Unabhängig davon muss sich jetzt jeder in der Union selbst hinterfragen, ob er der nach diesem Ergebnis überfälligen Erneuerung im Weg steht.“

Laschet selbst will von einem Rücktritt bislang nichts wissen. Er hofft immer noch - trotz eindeutiger Wahlniederlage - ins Kanzleramt einziehen zu dürfen.

Bundestagswahl 2021: Vizekanzler-Plan durchgesickert - Habeck bekommt seine Chance

+++ 18.17 Uhr: Die Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck haben sich darauf verständigt, wer bei einer Regierungsbeteiligung den Vizekanzlerposten übernimmt. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung erfahren hat, soll Robert Habeck und nicht etwa Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock im Falle eine Regierungsbeteiligung Vizekanzler werden. Dem Bericht zufolge handele es sich aber nicht um eine kurzfristige Entscheidung.

Die Grünen wollen nun Gespräche über eine Regierungsbeteiligung führen. Dafür kommen Bündnisse mit SPD und FDP oder mit Union und FDP infrage. In beiden Fällen würden Grüne und FDP jeweils einen Vizekanzler oder eine Vizekanzlerin stellen.

Bundestagswahl 2021: Erste Sondierungen mit Grünen, SPD und FDP

+++ 15.26 Uhr: Nachdem Christian Lindner angekündigt hatte, dass die FDP erste Gespräche mit den Grünen führen möchte, könnte sich nun auch die SPD dazu gesellen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, planen die Sozialdemokraten sechs Personen in Sondierungen mit den Grünen und der FDP zu schicken.

Neben Kanzlerkandidat Olaf Scholz sollen die Parteichefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sowie Generalsekretär Lars Klingbeil, Fraktionschef Rolf Mützenich und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer dem Team angehören. Scholz hatte am Morgen für eine Ampel-Koalition plädiert.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: FDP plant erste Gespräche mit den Grünen

+++ 14.42 Uhr: Die FDP möchte in erste Gespräche mit den Grünen treten. Entsprechende „Vorsondierungen“ kündigte FDP-Chef Christian Lindner am Mittag in Berlin an. Die Liberalen seien als „eigenständiges politisches Angebot“ gewählt worden, man wolle sich nicht diktieren lassen, wie und mit wem man über mögliche Bündnisse zu sprechen habe.

Gleichwohl betonte Lindner aber auch, dass es mit den Grünen die „größten inhaltlichen Unterschiede“ unter den Parteien gebe, die für eine Koalition denkbar wären. Zuvor wurde auch schon mit Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet gesprochen. Laschet erklärte, man stehe „bereit für andere Konstellationen, wenn eine Ampel nicht klappt.“

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Regierungsauftrag? Laschet und Söder rudern zurück

+++ 12.43 Uhr: Am Abend der Bundestagswahl und im Moment der Niederlage klang Markus Söder (CSU) noch positiv gestimmt, am Morgen danach ruderte der CSU-Parteichef nun allerdings zurück. Wie der Münchner Merkur berichtet, sprach er nun von einer „Niederlage“ und einem „enttäuschenden Ergebnis“. Er forderte in der Sitzung des CSU-Vorstandes: „Nicht schönreden, nicht zu Tagesordnung übergehen.“

Zudem wollte er sich nicht mehr so offensiv über eine mögliche Jamaika-Koalition äußern: „Nicht um jeden Preis.“ Mehr noch, die Union habe derzeit keinen Anspruch auf die Regierung, nur ein Angebot.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Werteunion fordert Rücktritt von Laschet und Söder

+++ 12.11 Uhr: SPD-Chef Norbert Walter-Borjans sieht das Ergebnis der Bundestagswahl als deutliches Signal für einen Regierungsanspruch seiner Partei. „Wir leben in einer Demokratie. In einer Demokratie hat am Wahltag der Wähler und die Wählerin das Wort. Und mit den Ergebnissen müssen die Parteien verantwortungsvoll umgehen“, sagte Walter-Borjans am Montag im Deutschlandfunk. „Dass sie Gespräche führen, ist niemandem zu verwehren.“ Wenn man aber ‚mit Abstand Zweiter‘ werde, habe man zwar die Möglichkeit zur Regierungsbildung, „aber das moralische Recht hat man nicht“, sagte Walter-Borjans.

Die Werteunion fordert nach den schweren Verlusten bei der Bundestagswahl 2021 indes eine umfassende personelle Neuaufstellung. „Vorstand und Parteivorsitzende von CDU und CSU“ - also Armin Laschet und Markus Söder - „müssen die Konsequenzen aus dem Wahldebakel bei der Bundestagswahl vom 26. September 2021 ziehen und mit sofortiger Wirkung zurücktreten“, erklärte der Zusammenschluss ultrakonservativer Unionsmitglieder in der Nacht zum Montag.

In der 16-jährigen Kanzlerschaft Angela Merkels habe die Union „einen fatalen Linkskurs eingeschlagen“ und sei nun erstmals seit langem nicht stärkste Kraft. „Der Bundesvorstand hat diesen Kurs mitgetragen und das jetzige Wahldebakel mitzuverantworten“, hieß es. Sollte es zu Koalitionsverhandlungen der Union mit anderen Parteien kommen, fordere die Werteunion eine Regierungsbildung ohne Beteiligung der Grünen.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Laschet zieht „Regierungsanspruch“-Aussage zurück

+++ 11.21 Uhr: Paukenschlag in einer CDU-Sitzung: Anscheinend nimmt Armin Laschet seine Aussage, die Union habe einen „klaren Regierungsauftrag“, zurück. Das sagte der Kanzlerkandidat noch am Wahlabend in seinem ersten Statement. Darüber berichtet die Bild-Zeitung und bezieht sich dabei auf Präsidiumskreise. Das Blatt habe demnach eine Aussage von Laschet zugespielt bekommen, in dem dieser behauptet, dass „in den Medien geschrieben wird, dass wir einen Regierungsanspruch formuliert haben.“ Dies sei nicht der Fall, er habe lediglich auf die Ergebnisse und ein neues Parteiensystem verwiesen.

Die Stimmung scheint nach Bild-Informationen besonders aufgebracht zu sein. „Müssen ehrlich analysieren, dass wir als Union diese Wahl nicht gewonnen haben. Der Kandidat ist hierbei als Erstes zu nennen. Er hat jedes Fettnäpfchen mitgenommen, das es gab“, soll etwa JU Bayern-Chef Christian Doleschal gepoltert haben.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Laschet will weiterhin Kanzler werden

+++ 10.10 Uhr: Unionskanzlerkandidat und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zieht über die Landesliste der NRW-CDU in den neuen Bundestag ein. Wie der Landeswahlleiter am Montag (27.0.2021) in Düsseldorf mitteilte, sind aus der Landesliste der CDU im bevölkerungsreichsten Bundesland elf Abgeordnete gewählt worden.

Laschet war auf Platz eins der Liste platziert. In seiner Heimatstadt Aachen hatte er darauf verzichtet, als Direktkandidat anzutreten. Der Bundesparteichef hatte angekündigt, nach der Bundestagswahl in Berlin zu bleiben. Trotz der herben Niederlage für die Union will Laschet versuchen, eine Koalitionsregierung zu bilden. Die CDU in Nordrhein-Westfalen muss daher die Nachfolge des Ministerpräsidenten und Landesparteichefs klären.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Klingbeil hofft auf die Grünen

+++ 8.05 Uhr: „Man muss ganz klar sagen: Die SPD liegt auf Platz eins. Wir haben die Wahl gewonnen“ - das sagt Lars Klingbeil, der SPD-Generalsekretär, gegenüber dem ARD-Morgenmagazin. Seiner Ansicht nach ist es die Aufgabe seiner Partei, nach der Bundestagswahl 2021 die neue Regierung zu bilden. Der „große Verlierer“ sei die Union, weswegen man bei ihnen auch keinen Regierungsauftrag ableiten könne. Das Ziel der SPD sei es, dass „Olaf Scholz Bundeskanzler wird“ - dafür würde man in den kommenden Tagen kämpfen.

„Wir wollen jetzt schnell Gespräche führen“, sagte Klingbeil und bezog sich auf die Beratungen der Parteigremien. Gespannt sei der SPD-Generalsekretär auf die Gespräche zwischen FDP und Grünen - insbesondere auf das Verhalten der Grünen. Dazu sagte er: „Ich kann mir kaum vorstellen, dass gerade die Grünen einen Armin Laschet stabilisieren wollen, jemanden, der so deutlich die Wahl verloren hat.“

Vorläufige Endergebnisse der Bundestagswahl 2021 in Deutschland

+++ 6.15 Uhr: Noch ist die Bundestagswahl 2021 nicht zu Ende. Nachdem Deutschland gewählt hat und die SPD ihren Vorsprung halten konnte, folgt nun die Regierungsbildung. Obwohl die SPD nach dem Auszählungsergebnis aller Wahlkreise die stärkste Kraft ist, will die Union weiter mitregieren. Jetzt heißt es Olaf Scholz oder Armin Laschet - Wer wird der neue deutsche Bundeskanzler?

Sowohl SPD als auch CDU/CSU wollen ein Bündnis mit Grünen und FDP eingehen. An diesem Montag (27.09.2021) kommen die Parteigremien zusammen, um über mögliche Strategien in diesem Machtkampf zu beraten.

Das einzig mögliche Zweierbündnis wäre eine Regierungskoalition zwischen SPD und Union - das haben jedoch beide Parteien vorab ausgeschlossen. Aus diesem Grund ist mit einem Dreierbündnis zu rechnen. Das letzte Mal kam es in den 50er Jahren zu einer solchen Zusammenstellung der Regierung.

Mit dem vorläufigen Ergebnis ist auch die Sitzverteilung im kommenden Bundestag klar, wie der Bundeswahleiter offiziell mitteilt:

  • CDU: 151 Sitze
  • SPD: 206 Sitze
  • AfD: 83 Sitze
  • FDP: 92 Sitze
  • Die Linke: 39 Sitze
  • Grüne: 118 Sitze
  • CSU: 45 Sitze
  • SSW: 1 Sitz

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: SPD legt zu, Grüne erringen Rekordwert

+++ Update vom Montag, 27.09.2021, 5.10 Uhr: Die SPD gewinnt die Bundestagswahl nach dem Ergebnis der Auszählung aller 299 Wahlkreise. Erstmals seit mehreren Jahren legen die Sozialdemokraten wieder zu und kommen auf 25,7 Prozent. Das gibt der Bundeswahlleiter auf der Website bekannt. Die Union aus CDU und CSU stürzt dagegen nach 16 Jahren Regierungszeit von Kanzlerin Angela Merkel mit 24,1 Prozent auf ein Rekordtief ab.

Die Grünen erringen mit 14,8 Prozent das beste Ergebnis ihrer Parteigeschichte und werden drittstärkste Kraft. Die FDP verbessert sich auf 11,5 Prozent. Die AfD rutscht mit 10,3 Prozent vom dritten auf den fünften Rang. Die Linke stürzt auf 4,9 Prozent und schafft es nur über Direktmandate als Fraktion in den Bundestag.

Bundestagswahl 2021: SPD gewinnt vor Union

+++ 23.50 Uhr: Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat bei der Bundestagswahl erneut ein Direktmandat deutlich verfehlt. Der 42-Jährige nach Auszählung von 308 von 309 Stimmbezirken auf 16,8 Prozent - und landete damit auf dem vierten Platz. Als Spitzenkandidat seiner Partei zieht er über die Landesliste dennoch in den Bundestag ein. Das Direktmandat in dem Wahlkreis nahe Köln gewann erneut der CDU-Politiker Hermann-Josef Tebroke mit 30,0 Prozent.

Der Grünen-Bundesvorsitzende Robert Habeck hat bei der Bundestagswahl erstmals in Schleswig-Holstein für seine Partei ein Direktmandat gewonnen. Nach Angaben der Kreisverwaltung holte der 52-Jährige den Wahlkreis Flensburg-Schleswig mit 28,1 Prozent der Erststimmen. Er bezwang die CDU-Bundestagsabgeordnete Petra Nicolaisen (55), die nach Auszählung aller Stimmen auf 23,4 Prozent kam.

Linken-Chefin Janine Wissler verpasst den direkten Einzug ins Parlament. Angetreten war Wissler im Wahlkreis Frankfurt am Main I. Nach Auszählung von 268 der 271 Wahllokale liegt die 40-jährige Politikerin mit gerade mal 8,8 Prozent deutlich hinter Armand Zorn von der SPD, der auf 29 Prozent kommt.

AfD-Bundeschef Tino Chrupalla hat sein Direktmandat bei der Bundestagswahl im Wahlkreis Görlitz verteidigt. Nach Angaben der Landeswahlleitung bekam der 46-Jährige am Sonntag 35,8 Prozent der Erststimmen.

Ergebnisse der Bundestagswahl 2021 im Live-Ticker: Hochrechnungen zeigen klare Tendenz

+++ 23.39 Uhr: ARD und ZDF haben neue Hochrechnungen zur Bundestagswahl 2021 veröffentlicht. Die Linke rutscht in der aktuellen ARD-Hochrechnung unter die 5-Prozent-Hürde, sollte sie drei Direktmandate gewinnen, zieht sie jedoch trotzdem in den Bundestag ein.

  • Infratest Dimap (ARD) von 23.36 Uhr
  • CDU/CSU: 24,1 %
  • SPD: 25,8 %
  • Grüne: 14,6 %
  • FDP: 11,5 %
  • AfD: 10,5 %
  • Linke: 4,9 %
  • Sonstige: 8,6 %
  • Forschungsgruppen Wahlen (ZDF) von 23.34 Uhr
  • CDU/CSU: 24,2 %
  • SPD: 26,0 %
  • Grüne: 14,3 %
  • FDP: 11,5 %
  • AfD: 10,6 %
  • Linke: 5,0 %
  • Sonstige: 8,4 %

+++ 23.22 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat das Duell gegen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) um das Direktmandat im Wahlkreis Saarlouis gewonnen. Maas kam nach dem vorläufigen Ergebnis auf 36,7 Prozent der Stimmen, Altmaier auf 28,0, wie die Landeswahlleiterin am Sonntagabend mitteilte. Es war das bundesweit einzige Duell zweier Bundesminister um ein Direktmandat für den Bundestag. Bei der Bundestagswahl 2017 war es noch andersherum: Damals war Altmaier als Sieger vom Platz gegangen. 

+++ 23.14 Uhr: Die Grünen werden wohl einige Direktmandate gewinnen. Noch sind nicht alle Stimmen ausgezählt, doch in etlichen Wahlkreisen liegen die Grünen vorn: Unter anderem Cem Özdemir, Jamila Schäfer und Robert Habeck könnten gewinnen, berichtet Spiegel. Annalena Baerbock hat gegen Olaf Scholz verloren. 

+++ 23.04 Uhr: Das ZDF hat eine neue Hochrechnung zur Bundestagswahl veröffentlicht. Die Stimmenverteilung hat sich im Vergleich zur vorherigen Hochrechnung (Update 21.55 Uhr) nicht verändert.

  • Forschungsgruppen Wahlen (ZDF) von 22.52 Uhr
  • CDU/CSU: 24,5 %
  • SPD: 26,0 %
  • Grüne: 13,9 %
  • FDP: 11,7 %
  • AfD: 10,5 %
  • Linke: 5,0 %
  • Sonstige: 8,4 %

+++ 23.01 Uhr: Für die Union und Armin Laschet ist das Ergebnis ein historisches Rekordtief und sogar in seinem eigenen Wahlkreis (Aachen I) verliert die CDU bei den Zweitstimmen deutlich. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 verliert die Partei fünf Prozent. Gerade liegt die CDU hinter Grünen und SPD auf dem dritten Platz, berichtet der Spiegel.

Bundestagswahl 2021: Hochrechnungen keine gute Nachricht für Laschet und Grüne

+++ 22.30 Uhr: In der aktuellen ARD-Hochrechnungen liegt die SPD weiter vor der Union. Für die Union ist das Ergebnis ein Rekordtief, bei der Bundestagswahl kamen CDU und CSU auf 32,9 Prozent der Stimmen. Auch für die Grünen ist das Ergebnis enttäuschend. „Wir haben zwar deutlich zugelegt, aber es fällt mir schwer, mich über dieses Zulegen so richtig zu freuen“, stellt Bundesgeschäftsführer Michael Kellner fest. Die Erwartungen seien deutlich größer gewesen. Das Wahlergebnis dürfte fünf bis zehn Punkte unter dem bleiben, was die Umfragen lange möglich schienen ließen. „Wir wollten mehr“, sagt auch Baerbock.

  • Infratest Dimap (ARD) von 22.24 Uhr
  • CDU/CSU: 24,1 %
  • SPD: 25,9 %
  • Grüne: 14,7 %
  • FDP: 11,5 %
  • AfD: 10,4 %
  • Linke: 5,0 %
  • Sonstige: 8,4 %

Aktuelle Hochrechnung: SPD vor CDU

+++ 22.12 Uhr: Die aktuelle Hochrechnung der ARD sieht die SPD weiterhin knapp vor CDU/CDU. Trotzdem will die Union die nächste Regierung bilden. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat den Regierungsanspruch der Union bekräftigt. „Wir sind natürlich traurig, dass wir auf Bundesebene insgesamt viele Stimmen verloren haben“, sagte er. „Trotzdem sind wir mit der SPD gleichauf“, sagte Altmaier. Die Bürger hätten klargemacht, dass sie keine linke Regierung in Deutschland wollten.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sieht in den massiven Verlusten der Union im Vergleich zur Bundestagswahl vor vier Jahren hingegen ein Zeichen, dass die Wählerinnen und Wähler die CDU abgewählt hätten. „Ich finde, das Wahlergebnis ist sehr eindeutig: Die SPD hat diese Wahl gewonnen“, so Scholz. „Die CDU, vielleicht sollte man das noch mal sagen, ist ja abgewählt worden durch dieses Wahlergebnis. Anders kann man die Wählerinnen- und Wählerbotschaft gar nicht verstehen.“

  • Infratest Dimap (ARD) von 22.03 Uhr
  • CDU/CSU: 24,2 %
  • SPD: 25,8 %
  • Grüne: 14,3 %
  • FDP: 11,5 %
  • AfD: 10,6 %
  • Linke: 5,0 %
  • Sonstige: 8,6 %

Aktuelle Hochrechnungen zur Bundestagswahl – SPD vor Union

+++ 21.55 Uhr: In der aktuellen ARD-Hochrechnung kann die SPD ihren Vorsprung vor der Union leicht ausbauen. Die SPD kommt aktuell auf 25,8 Prozent, CDU und CSU auf 24,2 Prozent.

  • Infratest Dimap (ARD) von 21.52 Uhr
  • CDU/CSU: 24,2 %
  • SPD: 25,8 %
  • Grüne: 14,3 %
  • FDP: 11,5 %
  • AfD: 10,6 %
  • Linke: 5,0 %
  • Sonstige: 8,6 %
  • Forschungsgruppen Wahlen (ZDF) von 21.47 Uhr
  • CDU/CSU: 24,5 %
  • SPD: 26,0 %
  • Grüne: 13,9 %
  • FDP: 11,7 %
  • AfD: 10,5 %
  • Linke: 5,0 %
  • Sonstige: 8,4 %

+++ 21.46 Uhr: Im Wahlkreis Potsdam sind Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und SPD-Kandidat Olaf Scholz gegeneinander angetreten. Nun sieht es so aus, als ob Olaf Scholz dort das Duell um das Direktmandat gegen Annalena Baerbock gewonnen hat, berichtet der Spiegel. Scholz kommt im Wahlkreis Potsdam-Mittelmark II – Teltow-Fläming II aktuell auf etwa 34 Prozent, Baerbock kommt auf etwa 19 Prozent. 90 Prozent der Stimmen sind bereits ausgezählt.

Ergebnisse der Bundestagswahl 2021: Scholz will Regierung vor Weihnachten

+++ 21.23 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz strebt den Abschluss möglicher Koalitionsgespräche bis Jahresende an. Sein Ehrgeiz sei, dass Angela Merkel nicht noch eine Neujahrsansprache als Bundeskanzlerin halten müsse, sagte Scholz in der Berliner Runde von ARD und ZDF.

„Ich finde, ein genaues Datum zu nennen, wäre absurd, aber es muss schon so sein, dass ich, dass wir alles dafür tun, dass wir vor Weihnachten fertig sind, ein bisschen vorher wär auch noch gut“, sagte Scholz. „Und das geht auch, wenn man konstruktiv miteinander spricht.“ Es gehe ja auch darum, politische Führung zu zeigen.

Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet plädierte ebenfalls für eine Regierungsbildung „auf jeden Fall vor Weihnachten“. Er wies darauf hin, dass Deutschland im kommenden Jahr den Vorsitz im Kreis der G7-Staaten haben werde. Daher müsse die neue Regierung „sehr zeitnah ins Amt kommen“.

Wie Scholz hat auch Laschet erklärt, Kanzler werden und eine Regierung bilden zu wollen. Es zeichnet sich eine komplizierte Regierungsbildung ab. Einzig denkbares Zweierbündnis wäre eine neue große Koalition, die aber weder SPD noch Union wollen. Deshalb dürfte es voraussichtlich zum ersten Mal seit den 50er Jahren ein Dreierbündnis im Bund geben. In der Berliner Runde ist die AfD-Politikerin Alice Weidel mit ARD-Moderator Zamperoni aneinander geraten.

  • Forschungsgruppen Wahlen (ZDF) von 21.15 Uhr
  • CDU/CSU: 24,5 %
  • SPD: 26,0 %
  • Grüne: 13,9 %
  • FDP: 11,7 %
  • AfD: 10,5 %
  • Linke: 5,0 %
  • Sonstige: 8,4 %

Ergebnisse der Bundestagswahl 2021: Aktuelle Hochrechnungen

+++ 20.49 Uhr: In den aktuellen Hochrechnungen von ARD und ZDF zeichnet sich weiterhin ein Vorsprung der SPD vor der Union ab. CDU und CSU kommen in den Hochrechnungen der beiden Sender auf 24,5 Prozent der Stimmen. Die SPD auf 25,5 Prozent (ARD) bis 25,9 Prozent (ZDF). Für Armin Laschet und die Union ist das Wahlergebnis eine herbe Niederlage im Vergleich zur Bundestagswahl 2017.

Eine ARD-Befragung der Wählerinnen und Wähler der beiden Parteien nach ihren Präferenzen für eine Regierungskoalition zeigt: Grünen-Wählerinnen und -Wähler favorisieren eine Ampel-Koalition (SPD, FDP, Grüne). FDP-Wählerinnen und Wähler favorisieren eine Jamaika-Koalition (Union, Grüne, FDP), berichtet der Spiegel.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat nach der Bundestagswahl zu einem politischen Aufbruch in Deutschland aufgerufen. Lindner hat bisher aber starke Vorbehalte gegen eine Ampel-Koalition im Bund geäußert, er zieht die Union als Partner vor. Am Wahlabend jedoch betonte Gemeinsamkeiten mit den Grünen. „Und deshalb kann es in Deutschland kein Weiter so geben. Jetzt ist die Zeit für einen neuen Aufbruch“, sagte er. 

Auch eine große Koalition aus SPD und Union wäre möglich. Nach den ersten Hochrechnungen beider Sender ergibt sich folgende Sitzverteilung: Die SPD holt 197 bis 211 Mandate, die Union 198 bis 202. Die Grünen kommen auf 115 bis 121 Sitze. Die FDP zieht mit 92 bis 96 Abgeordneten in den Bundestag ein, die AfD mit 85 bis 88 und die Linke mit 39 bis 41 Abgeordneten. Die konkrete Sitzverteilung hängt unter anderem davon ab, ob es die Linke ins Parlament schafft.

Ergebnisse der Bundestagswahl 2021 jetzt im Live-Ticker: Neue Hochrechnungen

+++ 19.50 Uhr: In den neuesten Hochrechnungen von ARD und ZDF kann die SPD ihren Vorsprung vor der Union halten. Der neue Bundestag könnte der größte aller Zeiten werde und laut Schätzung der ARD 730 Sitze haben. Die CDU käme laut den aktuellen ARD-Hochrechnungen auf 153 Sitzen, die CSU auf 45, die SPD auf 200, die Grünen auf 113, die AfD auf 86, die FDP auf 92, die Linke auf 40 Sitze und der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) als nationale Minderheit auf 1 Sitz.

  • Infratest Dimap (ARD) von 19.35 Uhr
  • CDU/CSU: 24,6 %
  • SPD: 25,2 %
  • Grüne: 14,3 %
  • FDP: 11,6 %
  • AfD: 10,8 %
  • Linke: 5,0 %
  • Sonstige: 8,5 %
  • Forschungsgruppen Wahlen (ZDF) von 19.31 Uhr
  • CDU/CSU: 24,6 %
  • SPD: 25,7 %
  • Grüne: 14,4 %
  • FDP: 11,7 %
  • AfD: 10,7 %
  • Linke: 5,0 %
  • Sonstige: 7,9 %

Trotz historisch schlechtem Wahlergebnis für die Union: Laschet will Regierung bilden

+++ 19.23 Uhr: Eine erste Prognose der ARD von 18 Uhr sah SPD und Union gleichauf, die nun veröffentlichte Hochrechnung sieht die SPD leicht vor CDU und CSU. Die Union verliert im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 deutlich und unterbietet ihren damaligen Minusrekord. Vor vier Jahren war die Union mit Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) auf 32,9 Prozent der Stimmen gekommen – eine herbe Niederlage. Kanzlerkandidat Armin Laschet will trotz des schlechten Wahlergebnisses alles daran setzen, die Regierung zu bilden. „Eine Stimme für die Union ist eine Stimme gegen eine linksgeführte Bundesregierung. Deshalb werden wir alles daran setzen, eine Bundesregierung unter Führung der Union zu bilden“, sagte er gegenüber der dpa.

Die SPD kann im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 ebenfalls deutlich zulegen. Damals erreichte sie 20,5 Prozent – das bislang schlechteste Ergebnis. Die Grünen gewinnen im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 ebenfalls deutlich an Stimmen hinzu und werden zur drittstärksten Kraft. Vor vieren Jahren erreichten sie 8,9 Prozent. Allerdings verfehlen sie ihr Wahlziel, die Regierung zu bilden.

+++ 19.06 Uhr: Die ARD hat eine neue Hochrechnung veröffentlicht.

  • Infratest Dimap (ARD) von 18.45 Uhr
  • CDU/CSU: 24,7 %
  • SPD: 24,9 %
  • Grüne: 14,8 %
  • FDP: 11,2 %
  • AfD: 11,3 %
  • Linke: 5,0 %
  • Sonstige: 8,1 %

Prognose zur Bundestagswahl: Deutschland vor schwieriger Regierungsbildung

+++ 18.50 Uhr: Nach der Bundestagswahl 2021 steht Deutschland wohl vor einer schwierigen Regierungsbildung. Laut den aktuellen Hochrechnungen wären mehrere Regierungskoalitionen möglich. SPD und CDU liegen laut den ARD-Hochrechnungen gleichauf, die aktuelle ZDF-Hochrechnung sieht die SPD knapp vor der Union.

Basierend auf der Hochrechnung von Infratest Dimap (ARD), wäre eine Große Koalition von SPD und Union rechnerisch erneut möglich, ein Zweierbündnis aus SPD und Grünen oder CDU/CDU und Grünen käme jedoch nicht auf die notwendige Anzahl der Sitze. Bei der Regierungsbildung dürfte es entscheidend auf Grüne und FDP ankommen.

Sollte die SPD stärkste Partei werden, gilt es als wahrscheinlich, dass Scholz ein Ampel-Bündnis mit Grünen und FDP bilden will, wie es in Rheinland-Pfalz bereits seit 2016 regiert. FDP-Chef Christian Lindner hat jedoch wiederholt Vorbehalte gegen eine solche Koalition im Bund angemeldet. Er zieht die Union als Partner vor. Auch eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, Grünen und FDP wäre möglich. Diese würde voraussichtlich von Laschet angestrebt werden, sollte die Union vorne liegen. Dabei dürften eher die Grünen bremsen. Nicht ausgeschlossen ist, dass Laschet oder Scholz auch als Zweitplatzierte versuchen könnten, die Regierung zu bilden.

Rechnerisch möglich, aber sehr unwahrscheinlich sind ein Bündnis von SPD, Union und FDP (Deutschland-Koalition) oder eine Koalition von SPD, Union und Grünen nach dem Vorbild von Brandenburg (Kenia-Koalition).

+++ 18.47 Uhr: Das ZDF hat eine neue Hochrechnung zur Bundestagswahl veröffentlicht.

  • Forschungsgruppen Wahlen (ZDF)
  • CDU/CSU: 24,2 %
  • SPD: 25,8 %
  • Grüne: 14,7 %
  • FDP: 11,8 %
  • AfD: 10,1 %
  • Linke: 5,0 %
  • Sonstige: 8,4 %

+++ 18.46 Uhr: Nach den ersten Prognosen zur Bundestagswahl gibt es erste Reaktionen. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht einen klaren Regierungsauftrag für die SPD. „Olaf Scholz soll Kanzler werden“, sagte er im ZDF. Der CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak wirbt nach den ersten Prognosen für eine „Zukunftskoalition“ der Union mit Grünen und FDP. Es gebe ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“, so Ziemiak in der ARD. Es werde sich zeigen, wer die Nase vorn habe.

CSU-Generalsekretär Markus Blume sieht nach der Bundestagswahl einen Erfolg der Union darin, einen Linksrutsch verhindert zu haben. „Viele hatten ja die Union in den letzten Tagen und Wochen schon abgeschrieben, und wir haben immer gesagt, es wird ganz eng im Finale“, sagte Blume im ZDF. Entscheidend sei, dass es - nach den Umfragen jedenfalls - keine Mehrheit für ein Linksbündnis gebe.

Reaktionen zur Bundestagswahl: Erste Hochrechnungen da

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter ist mit dem Abschneiden seiner Partei in den Prognosen zur Bundestagswahl unzufrieden. Dem Bayerischen Fernsehen sagte er: „Wir hätten uns mehr erhofft.“ Jetzt gehe es darum, das Beste aus dem Ergebnis zu machen. Erst einmal aber freue er sich, dass das Ergebnis der Grünen deutlich stärker sei als bei der vorherigen Bundestagswahl. 

Die Linke hat sich enttäuscht über den Ausgang der Bundestagswahl gezeigt. „Das ist ein schwerer Schlag für uns“, sagte die Parteivorsitzende Susanne Hennig-Wellsow. „Wir haben durchaus schwer verloren.“ Die Linke liegt nach den Prognosen von ARD und ZDF bei nur 5 Prozent und muss ein Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde befürchten.

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat sich sehr zufrieden über das Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl geäußert. „Heute Abend feiern wir zunächst einmal, weil das das erste Mal in der Geschichte unseres Landes ist, dass die FDP bei einer Bundestagswahl zwei Mal in Folge zweistellig wird“, sagte Kubicki im ARD-Wahlstudio. „Wir freuen uns riesig.“

 Die Co-Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, Alice Weidel, hat das Abschneiden ihrer Partei bei der Bundestagswahl als „sehr solides“ Ergebnis gewertet. Die AfD habe zweistellig abgeschnitten und sei allen Unkenrufen zum Trotz nicht aus dem Bundestag heraus gewählt worden, sagte Weidel in der ARD. „Um uns wird man nicht mehr drumherumkommen“, sagte sie.

Erste Wahlprognosen zur Bundestagswahl 2021: Klingbeil sieht Regierungsauftrag für SPD

+++ 18.25 Uhr: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht nach der Bundestagswahl einen klaren Regierungsauftrag für die Sozialdemokraten. „Wir liegen vorne, wir haben es auf Platz Nummer eins gebracht“, sagte Klingbeil am Sonntagabend wenige Minuten nach Schließung der Wahllokale im ZDF - die Prognose des Senders sah die SPD mit 26 Prozent zwei Prozentpunkte vor der CDU/CSU. „Olaf Scholz soll Kanzler werden“, hob Klingbeil weiter hervor.

+++ 18.15 Uhr: Zwischen SPD und CDU deutet sich bei der Bundestagswahl ein Kopf-an-Kopf-Rennen an. Laut den aktuellen Hochrechnungen der Forschungsgruppen Wahlen für das ZDF würden CDU und CSU aktuell auf 198 Sitze käme, die SPD auf 215, die Grünen auf 120, die AfD auf 83, die FDP auf 99, die Linke auf 41. Sollte die Linke die 5 Prozent-Hürde nicht knacken, sähe die Sitzverteilung jedoch anders aus.

Möglich wäre laut der ZDF-Hochrechnung eine Große Koalition aus SPD und Union. SPD und Grüne oder CDU/CDU und Grüne kämen nicht auf die notwendige Mehrheit der Sitze. Eine Koalition von SPD, Grüne und FDP wäre möglich. Eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen wäre ebenfalls möglich. Eine Rot-Rot-Grüne-Koalition wäre nach der aktuellen Hochrechnung nicht möglich.

Ergebnisse der Bundestagswahl 2021: Das sind die ersten Prognosen von ARD und ZDF

  • Infratest Dimap (ARD)
  • CDU/CSU: 25 %
  • SPD: 25%
  • Grüne: 15%
  • FDP: 11%
  • AfD: 11%
  • Linke: 5%
  • Sonstige: 8%
  • Forschungsgruppen Wahlen (ZDF)
  • CDU/CSU: 24%
  • SPD: 26%
  • Grüne: 14,5%
  • FDP: 12%
  • AfD: 10%
  • Linke: 5%
  • Sonstige: 8,5%

+++ 18.06 Uhr: Bei den ersten Prognosen zeichnet sich weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU/CSU ab. Laut der ARD-Prognose liegen SPD und Union gleichauf. Die ZDF-Hochrechnung sieht die SPD zwei Prozentpunkte vor der Union. Die Grünen kommen laut den aktuellen Wahlprognosen auf 14,5 Prozent (ZDF) oder 15 Prozent (ARD).

Die ersten Hochrechnungen der Bundestagswahl 2021 sind da. Diese resultieren jedoch nicht auf der ersten Auszählung der Stimmen. Stattdessen basiert die erste Prognose auf sogenannten „Exit Polls“. Dabei handelt es sich um eine repräsentative Nachwahlerhebung am Wahltag. 

+++ 17.30 Uhr: In einer halben Stunde schließen die Wahllokale in Deutschland. Im Anschluss werden erste Prognosen zur Bundestagswahl bekannt gegeben. Die sogenannten „Exit Polls“ basieren jedoch nicht auf der ersten Auszählung der Stimmen. Es handelt sich um eine repräsentative Nachwahlerhebung am Wahltag. Wählerinnen und Wähler werden in ausgewählten Wahlbezirken nach dem Urnengang gebeten, anonym einen Fragebogen auszufüllen. Auf Basis dieses Fragebogens entsteht dann die erste Wahlprognose. Diesbezüglich ist es am Nachmittag zu einer Panne gekommen. Der Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger veröffentlichte die Ergebnisse einer Wählerbefragung auf seinem Twitter-Kanal, das ist jedoch verboten.

Bundestagswahl 2021 Wahlbeteiligung vor Ort niedriger als vor vier Jahren

+++ 16.29 Uhr: Die Wahlbeteiligung bei der heutigen Bundestagswahl ist bislang etwas niedriger als bei der Bundestagswahl vor vier Jahren. Bis 14 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 36,5 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt bei 41,1 Prozent gelegen, teilt der Bundeswahlleiter mit. Allerdings werden in dieser Berechnung die Stimmen der Briefwählerinnen und Briefwähler nicht berücksichtigt.

„Die aktuell ermittelte Wahlbeteiligung liegt erwartungsgemäß unter dem Wert von 2017, da wir von einem deutlich erhöhten Anteil von Briefwählerinnen und Briefwählern ausgehen, deren Wahlbeteiligung zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen der Ermittlung des endgültigen Wahlergebnisses festgestellt wird“, so Bundeswahlleiter Georg Thiel.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Annalena Baerbock gibt Stimme ab

Zuerst Olaf Scholz (SPD), dann Armin Laschet (CDU) und jetzt Annalena Baerbock (Grüne) - drei wichtige Stimmen der Bundestagswahl 2021 wurden abgegeben. Baerbock hatte ihre Stimme im Wahlkreis Potsdam abgegeben. Dort bewirbt sie sich auch um ein Direktmandat. Ein weiterer Direktkandidat ist Scholz.

„Es wird auf jede Stimme ankommen bei dieser Wahl, das haben wir ja in den letzten Wochen gesehen, wie Spitz auf Knopf es gehen wird“, sagte die Grünen-Vorsitzende am Sonntag (26.09.2021) bei der Stimmabgabe. Sie führte weiter aus: „Wir erhoffen uns natürlich noch ein paar Stimmen mehr mit Blick auf die Umfrageergebnisse, damit wir einen echten Aufbruch in diesem Land schaffen können.“

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Höhere Wahlbeteiligung zeichnet sich ab

+++ 14.05 Uhr: Die Bundestagswahl 2021 ist in vollem Gange. In ganz Deutschland zeichnet sich eine erhöhte Wahlbeteiligung ab. Während es in einigen Bereichen schon am Morgen zu mehr Stimmabgaben als bei der vergangenen Wahl 2017 kam, wird in anderen mit einer vermehrten Nutzung der Briefwahl gerechnet.

In Niedersachsen stieg die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2021 schon am Morgen an: Zwischen 8 und 12.30 Uhr gaben 36,56 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. 2017 sind es zu diesem Zeitpunkt 32,08 Prozent gewesen. Im Land Bremen stieg die Wahlbeteiligung weniger stark an: von 27,1 Prozent in 2017 auf 27,2 Prozent in 2021.

Auch in Nordrhein-Westfalen stieg die Wahlbeteiligung in einigen Städten bereits an. In dem bevölkerungsreichsten Bundesland sind 12,9 Millionen Bürger aufgerufen, ihre Stimmen zur Bundestagswahl abzugeben. Hinzu komme die gemeldeten Rekordwerte bei der Zahl der Briefwahlanträge, wie zum Beispiel in Dortmund. In Sachsen-Anhalt liegt der Wert von 2021 (26,5) hingegen unter dem von 2017 (29,6). Noch nicht eingerechnet ist die Zahl der Briefwählerinnen und Briefwähler.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Wahlpanne in Berlin führt auch zu Verzögerungen

+++ 13.40 Uhr: Nicht nur bei CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet ist es zu einer Wahlpanne gekommen. Auch in einigen Wahllokalen in Berlin kam es zu Verzögerungen und ungültigen Stimmen: Grund dafür sind vertauschte Wahlzettel.

Betroffen waren Stimmzettel aus den Bezirken Friedrichshain/Kreuzberg und Charlottenburg/Wilmersdorf. In den Wahllokalen 404, 407 und 408 in der Spartacus Grundschule in Friedrichshain lagen nach Angaben aus dem Wahllokal für die Abgeordnetenhauswahl nur Stimmzettel aus Charlottenburg/Wilmersdorf vor.

Die betroffenen Wahllokale mussten bis zum Eintreffen der korrekten Stimmzettel geschlossen werden. Im Anschluss an die Panne ging es nur zögerlich weiter. Zudem mussten einige Stimmabgaben auf falschen Stimmzetteln für ungültig erklärt werden. In Berlin wird nicht nur die Bundestagswahl durchgeführt, sondern auch die Wahl zum Abgeordnetenhaus.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Laschet wählt - und verstößt gegen Grundprinzip

+++ 12.16 Uhr: Neben SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat nun auch der Kandidat der CDU, Armin Laschet, gewählt. In seinem Wahlkreis in Aachen-Burscheid gab er seine Stimme ab. Danach betonte er noch einmal die Wichtigkeit der Bundestagswahl 2021 in Deutschland. Die Wahl entscheide über die Zukunft Deutschlands, weshalb es auf jede Stimme ankomme.

Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland schreibt, habe Laschet bei der Stimmabgabe seinen Stimmzettel nicht korrekt gefaltet, sodass erkennbar gewesen sei, wo er seine Kreuze gesetzt hatte. Das Falten des Stimmzettels in einer Weise, in der die Stimmabgabe nicht erkennbar ist, diene der Einhaltung des Wahlgeheimnisses, so die Information auf Bundeswahlleiter.de. Damit verstößt Laschet gegen ein Grundprinzip der geheimen Wahl.

Das Wahlgeheimnis dient dem Grundsatz der Freiheit der Wahl für sich und andere: „Andere Wählerinnen und Wähler sollen vor einer Beeinflussung bei ihrer eigenen Stimmabgabe geschützt werden.“

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Scholz und Söder haben gewählt

+++ 11.03 Uhr: Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) haben jeweils ihre Stimme abgegeben. Söder sei wegen des Wahlausgangs nicht nervös, aber doch etwas angespannt, sagte er in Nürnberg.

Andere Personen werden derweil durch äußere Umstände von der Wahl abgehalten: In Wuppertal sorgt der Fund einer Weltkriegsbombe bei einigen Wählenden für Verzögerungen. Die Bewohner des betroffenen Wohngebietes wurden dazu aufgerufen, vorerst nicht wählen zu gehen, sondern in ihren Wohnungen zu verweilen. De Entschärfung des Blindgängers ist für den späten Vormittag geplant, erklärt eine Stadtsprecherin.

Deutschland: Ausgang der Bundestagswahl 2021 wohl völlig offen

+++ 10.05 Uhr: Die Wahllokale in Deutschland haben geöffnet, der Wahlkampf ist vorbei - laut Experten und letzten Umfragen ist der Ausgang der Bundestagswahl 2021 jedoch völlig offen. Insgesamt stellen sich 47 Parteien zur Wahl.

Darüber hinaus wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt, in Berlin ist es das Abgeordnetenhaus und in Niedersachsen finden nach der Kommunalwahl vor zwei Wochen etliche Stichwahlen statt.

(Joshua Schößler, Sarah Neumeyer, Nail Akkoyun, Luisa Ebbrecht, Jennifer Greve, Tobias Utz mit dpa)

Rubriklistenbild: © Ralph Goldmann/Imago

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