Bundestagswahl

Panne bei der Deutschen Post – Hunderte Briefwahlstimmen verloren

Eine Panne bei der Deutschen Post hat zum Verlust hunderter Briefwahlstimmen geführt. (Symbolbild)
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Eine Panne bei der Deutschen Post hat zum Verlust hunderter Briefwahlstimmen geführt. (Symbolbild)

Eine Panne bei der Deutscher Post führt zum Verlust Hunderter Stimmen bei der Bundestagswahl, der Landtagswahl und einer Oberbürgermeisterwahl.

Hamburg/Schwerin - Bei der Bundestagswahl 2021* ist es zu mehreren Wahlpannen gekommen. In Göttingen fehlte die AfD auf den Wahllisten. In Berlin gab es zwischenzeitlich nicht genügend Stimmzettel und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet faltete seinen Stimmzettel so, dass seine Erst- und Zweitstimme sichtbar waren. Nun ist eine weitere Panne ans Licht gekommen.

Die Panne in einem Verteilerzentrum der Deutschen Post in Hamburg-Altona hat offenbar zum Verlust von 352 Briefwahlstimmen bei der Bundestagswahl, der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern und einer Bürgermeisterwahl geführt. Diese Stimmen seien verloren, sagte die Landeswahlleiterin von Mecklenburg-Vorpommern, Gudrun Beneicke, am Montag. Der Versand von zwei Postkisten sei versäumt worden, hierdurch seien sie zu spät bei der Landeswahlleitung eingetroffen.

Panne bei der Deutschen Post: 168 Briefwahlstimmen zur Bundestagswahl verloren

„Wir haben nach Kenntnis des Vorfalls umgehend die Landeswahlleitung und den Bundeswahlleiter darüber informiert. Wir bedauern die Transportverzögerung außerordentlich, möchten aber betonen, dass dies ein Ausnahmefall war“, teilte die Deutsche Post zu dem Vorfall mit.

Von den insgesamt 352 Wahlbriefen waren 168 für die Bundestagswahl im Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern bestimmt, 163 für die Landtagswahl und 21 für die Bürgermeisterwahl in Bolzenburg, einer kleinen Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, teilte die Landeswahlleiterin mit. Die Briefe werden nun nicht mehr geöffnet - das ist bei zu spät eintreffenden Briefwahlunterlagen üblich.

Aus Sicht von Beneicke liegt der Fehler bei der Deutschen Post, eine im Raum stehende Wahlanfechtung halte sie daher nicht für erfolgversprechend. Grundsätzlich könne jeder Wahlberechtigte die Wahl anfechten, hierfür habe man bei der Landtagswahl 14 Tage und bei der Bundestagswahl zwei Monate Zeit. (Sarah Neumeyer mit dpa)

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