Die Mobilität liegt ihm am Herzen

Bundestagswahl: Matthias Nölke ist der Direktkandidat der FDP

Matthias Nölke
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Verbringt gern Zeit an und auf der Fulda: der Direktkandidat der FDP, Matthias Nölke. Unser Foto zeigt den 41-Jährigen auf der Gärtnerplatzbrücke am Auedamm.

Am 26. September ist Bundestagswahl. In einer Serie stellen wir die Kandidaten im Wahlkreis Kassel, zudem auch Teile des Landkreises gehören, vor. Hier: Matthias Nölke von der FDP.

Kassel – Spree oder Fulda? Auf diese Frage nennt Matthias Nölke ohne großes Nachdenken die Fulle in seiner Heimat. Denn obwohl der Kasselaner nach Berlin will, um weiter im Bundestag mitzumischen, schlägt das Herz des Liberalen doch für die nordhessische Region rund um den charmanten Flusslauf.

Das mag unter anderem daran liegen, dass der 41-Jährige einen Großteil seiner Freizeit auf der Fulda verbrachte und verbringt. Rudern am Goethe-Gymnasium, Tauchen und nun ein Bootsführerschein, um weiterhin – wenn auch etwas bequemer – auf der Fulda unterwegs zu sein. Sich auf dem Wasser zu orientieren, das sogenannte Peilen, lernt Nölke gerade dafür.

Auf politischer Ebene kennt der künftige Fuldakapitän schon eine klare Richtung: „Ich verlasse mich auf meinen liberalen Kompass“, sagt Matthias Nölke. Der hat ihn nicht nur in den FDP-Kreisvorstand Kassel-Stadt und an die FDP-Spitze in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung gelotst, sondern schlussendlich in den Bundestag. Im April 2020 rückte er „ziemlich unverhofft“ nach, nachdem er 2017 nur knapp ein Mandat verpasst hatte. Seitdem sitzt er im Ausschuss für Arbeit und Soziales.

Seine Chancen, dass er es wieder in den Bundestag schafft, „sind überschaubar“, weiß Nölke. Dafür müsste er den Wahlkreis 168 direkt gewinnen. Denn obwohl er im Bundestag sitzt, ist er auf dem letzten Platz der Landesliste gelandet. Dennoch gibt sich der Unternehmer zuversichtlich, will nicht abtauchen wie in seiner Freizeit, sondern etwas bewegen für die Menschen vor Ort.
Beim Thema Bewegen kommt schnell Nölkes Herzensanliegen aufs Tableau: die Mobilität. Er stehe für einen schnelleren Ausbau der Autobahn 44 sowie für eine Nordumfahrung Kassels. Während sich vielerorts Widerstand gegen weitere Straßen regt, bezeichnet der Liberale sie als „Lebensader“. Sie sorgten für Mobilität und Wohlstand. Dass gerade die A 44 nach rund 30 Jahren immer noch nicht fertig ist, sei ein Trauerspiel. Obendrein leiste eben diese Autobahn – entgegen manch landläufiger Meinung – einen Beitrag zum Umweltschutz. „Der Weg zwischen Ost und West wird kürzer, das spart Ressourcen“, ist Nölke überzeugt.

Gleichzeitig möchte er sich nicht vor Veränderungen in Sachen Mobilität verschließen. „Es muss aber ein sinnvoller Mix aus Verkehrsmitteln sein“, sagt Nölke. Dazu gehöre, den ÖPNV und das Schienennetz auch für Güterzüge weiter auszubauen. Ebenso – da schließt sich der Kreis – hat der Wasserfreund ein Interesse daran, der Binnenschifffahrt mehr Gewicht beizumessen. All das stärke die Wirtschaft in der Region.

Und auch beim Thema Wirtschaft ist der Liberale voll in seinem Element: Schafft Nölke den Sprung nach Berlin, wolle er sich weiterhin dafür einsetzen, dass Menschen ihren eigenen Traum verwirklichen können. Das gehe nur mit weniger Steuern und mehr Freiheiten.

Auf die Frage, wo bei niedrigeren Steuern das Geld für das Bewältigen der Pandemie und der Flutschäden herkommen soll, sagt der Jurist: „Dafür ist Geld da, es wird nur an den falschen Stellen ausgegeben.“ Die Verantwortlichen würden auf Sicht fahren, statt langfristig zu denken.

Das möchte er anders machen, nicht nur im Bundestag, sondern auch mit dem Boot auf der Fulda.

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