Kassel

Bundestagswahl 2021: Kassel fehlt es noch an ehrenamtlichen Wahlhelfern

Zeichnung der Kasseler Illustratorin Katrin Nicklas
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„Einfach mal anpacken“: So lautet der Titel dieser Zeichnung der Kasseler Illustratorin Katrin Nicklas. Auch damit macht die Stadt derzeit auf ihren Social-Media-Kanälen auf ihre Suche nach ehrenamtlichen Wahlhelfern aufmerksam.

Für die Bundestagswahl am 26. September benötigt die Stadt Kassel insgesamt 2196 ehrenamtliche Wahlhelfer. Bislang liegen ihr 1319 Zusagen vor.

Kassel – Heute in 47 Tagen ist Bundestagswahl 2021. Für den Ablauf des Wahltages am 26. September und für die anschließende Auszählung der Stimmen sucht die Stadt Kassel noch ehrenamtliche Wahlhelfer. Insgesamt werden allein in Kassel 2196 Wahlhelfer benötigt. Bislang hat die Wahlbehörde 1319 Zusagen erhalten, teilte die Stadt am Montag (09.08.2021) mit. Es fehlen also noch 877.

„In dem Zeitraum nach der Kommunalwahl im März 2021 bis heute sind zusätzliche 298 Meldungen als freiwillige Wahlhelferinnen und Wahlhelfer auf unserer Homepage eingegangen“, berichtete Stadtsprecherin Simone Scharnke. Zudem hätten sich viele Wahlhelfer der vergangenen Jahre erneut bereit erklärt, sich bei der Bundestagswahl zu engagieren.

Bundestagswahl 2021: Wahlbehörde Kassel sucht weitere 877 Wahlhelfer

Wegen der noch fehlenden Helfer sei bereits eine Vielzahl weiterer Personen berufen worden. Es liege aber noch nicht von allen eine Zusage vor. Weil gerade in Zeiten der Pandemie eventuell krankheitsbedingte, kurzfristige Absagen von Wahlhelfern kompensiert werden müssten, bittet die Wahlbehörde darum, dass sich weitere Freiwillige für den Dienst melden. Wahlhelfer kann jeder deutsche Staatsangehörige werden, der wahlberechtigt ist. Interessierte können sich über den Online-Service auf kassel.de/wahlhelfer oder telefonisch unter 0561 / 787 8510 anmelden.

Aufgabe der Ehrenamtlichen ist es unter anderem, in den Wahllokalen die Wahlberechtigung zu prüfen, die Stimmzettel auszugeben und das Ergebnis auszuzählen.

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Kassel: Werden nicht genug Wahlhelfer gefunden, können Wahlberechtigte verpflichtet werden

Für ihren Einsatz am Wahltag bekommen die Ehrenamtlichen ein sogenanntes Erfrischungsgeld. „Für die Vorsitzenden der Wahlvorstände und Wahlausschüsse sind jeweils 35 Euro vorgesehen, für die übrigen Mitglieder jeweils 25 Euro“, erklärt dazu der Bundeswahlleiter. Städte und Gemeinden legen oftmals noch ein paar Euro drauf. So auch in Kassel: Dort erhalten Wahlvorsteher, deren Stellvertreter und Schriftführer 40 Euro. 35 Euro gibt’s etwa für stellvertretende Schriftführer und Beisitzer.

Werden übrigens nicht genug Freiwillige gefunden, können Wahlberechtigte auch als Wahlhelfer verpflichtet werden. In der Regel werden diese nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Ablehnen können sie die Berufung dann nur aus ganz bestimmten Gründen, etwa beruflichen Pflichten, Krankheit oder körperlichen Beeinträchtigungen.

Die Stadt Kassel macht vor allem auf ihren Social-Media-Kanälen auf ihre Suche nach Wahlhelfern aufmerksam. Die etwa bei Facebook von der Stadt geposteten Zeichnungen sind in Zusammenarbeit mit der Kasseler Illustratorin Katrin Nicklas entstanden. Die Slogans „Wir sind die Hingucker!“ und „Einfach mal anpacken“ in Zusammenhang mit den Zeichnungen sollen gerade auch junge Menschen dazu animieren, sich für die Demokratie einzusetzen, also als Wahlhelferin oder Wahlhelfer „anzupacken“. (Andreas Hermann)

Offiziell und kostenfrei dürfen die Plakate der Parteien zur Bundestagswahl seit dem 26. Juli in Kassel hängen. Kaum sind die Wahlplakate zu sehen, schon gibt es in Kassel wieder Ärger darum.

Und auch in Göttingen werden noch Wahlhelfer für die Bundestagswahl gesucht.

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