Bundestagswahl

Umfrage-Hammer: SPD überholt Grüne – CDU/CSU rutschen weiter ab

Keine zwei Monate mehr zur Bundestagswahl – und für die SPD und Olaf Scholz läuft es. Grüne und CDU/CSU befinden sich dagegen nicht mehr im Höhenflug.

Berlin – Es sind noch knapp sechs Wochen bis zur Bundestagswahl 2021. Und während CDU und Grüne seit Monaten mit negativen Schlagzeilen kämpfen und in den Umfragen schwächeln, läuft es für die SPD und Kanzlerkandidaten Olaf Scholz, der lange abgeschrieben wurde, optimal.

In einer aktuellen Umfrage geht es für die Sozialdemokraten erneut weiter nach oben. In der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa für die Zeitung Bild am Sonntag überholte die SPD die Grünen und landete bei 20 Prozent. Seit einem Jahr lagen die Grünen zuvor ohne Unterbrechung im Sonntagstrend vor der Partei von Olaf Scholz. Bei einer Umfrage zur Bundestagswahl in der Vorwoche hatten nur 18 Prozent der Befragten angegeben, SPD zu wählen. Die Grünen blieben stabil bei 18 Prozentpunkten.

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Für die Unionsparteien geht der Abwärtstrend weiter: CDU und CSU büßten im Vergleich zur vergangenen Woche einen Punkt ein und kamen nun auf 25 Prozent. Die FDP lag unverändert bei zwölf Prozent. Die AfD blieb bei elf Prozent, die Linke bei sieben Prozent. Sonstige Parteien würden sieben Prozent wählen – ein Prozent weniger als in der Vorwoche.

Eine schwarz-rote oder schwarz-grüne Zweierkoalition hätte damit keine Mehrheit. Möglich wäre aber zum Beispiel eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP. Auch eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP käme auf insgesamt 50 Prozent und bekäme eine Mehrheit im Bundestag.

Für SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz läuft es in den Umfragen derzeit richtig gut.

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In der Kanzler-Präferenz liegt inzwischen SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz mit deutlichem Abstand vorne. Er kam in der Umfrage auf 29 Prozent – zwei Punkte mehr als in der Vorwoche. Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock verharrte auf niedrigem Niveau und kam wie in der Vorwoche auf 13 Prozent. Unionskandidat Armin Laschet konnte einen Prozentpunkt zulegen und erreichte 15 Prozent. Für die Erhebung befragte das Insa-Institut insgesamt 1450 Menschen im Zeitraum vom 9. bis zum 13. August.

Mit Blick auf die aktuellen Umfragen wird es in der Union unruhig. Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder warnte vor einem Machtverlust. „Es besteht jetzt die ganz große Gefahr, dass es eine Mehrheit jenseits der Union geben kann. Das muss jedem klar sein. Die Führung einer Bundesregierung durch die Union, was die Mehrheit will, die ist gefährdet“, sagte Söder am Sonntagabend (15.08.2021) in einer Sendung von Bild-TV und mahne an: „Man kann nicht sagen, dass alles perfekt läuft. Wir müssen jetzt schon die Ärmel hochkrempeln.“

Umfragen zur Bundestagswahl unterliegen Schwankungen

Beachtet werden muss, dass Wahlumfragen generell immer mit Unsicherheiten behaftet sind. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Insa gibt eine statistische Fehlertoleranz von maximal 2,8 Prozentpunkten an. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. (tvd/dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © David Young/dpa

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