Bundeswehr zu Drohnen-Debakel: "Nehmen Schaden"

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Ein Prototyp der Aufklärungsdrohne "Euro Hawk" der Bundeswehr

Berlin - Das Scheitern des Drohnenprojekts „Euro Hawk“ schadet nach Ansicht des Bundeswehrverbandes dem Ansehen der Truppe. Thomas de Maizière wird unterdessen ein wenig in Schutz genommen.

„Wir nehmen in der Tat Schaden“, sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich Kirsch am Sonntag in der ZDF-Sendung Berlin direkt. „Es wird aber auf der anderen Seite deutlich, welches schwierige Erbe Minister de Maizière angetreten hat. Denn das ist ja nun alles nichts aus der unmittelbaren Vergangenheit.“ Das Projekt war zu rot-grünen Regierungszeiten gestartet worden, nach Medienberichten waren die Probleme schon vor Amtsantritt des CDU-Mannes de Maizière bekannt. Kirsch verwies aber darauf, dass auch unter diesem „viele Fehler gemacht worden sind“.

„Mit dem Krisenmanagement des Bundesministers für Verteidigung können wir nicht einverstanden sein“, fügte Kirsch hinzu. Denn aus einem mangelhaften Umgang mit Fehlern in der Bundeswehr entstünden immer wieder solche Probleme. Kirsch unterstützte Forderungen von Verteidigungspolitikern, Geld für die Entwicklung der technisch verwandten Nato-Drohne „Global Hawk“ zurückzuhalten, bis geklärt ist, ob es dort ähnliche Zulassungsprobleme gibt.

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dpa

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