Noch dieses Jahr

Bundeswehr will Psycho-Tests einführen

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Soldaten der Bundeswehr stehen im Kundus vor einem Fahrzeug

Berlin - Die Bundeswehr will noch dieses Jahr Psycho-Tests für ihre Soldaten einführen. Diese sollen schon bei der Einstellung und später vor schwierigen Einsätzen durchgeführt werden.

Die Zeitung "Die Welt" berichtet am Mittwoch in ihrer Onlineausgabe von den Präventions-Plänen der Bundeswehr. Dazu gehören auch Tests, mit denen die psychische Fitness der Soldaten überprüft werden soll. Ziel ist es, frühzeitig jene Soldaten zu erkennen, bei denen die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sie während Auslandseinsätzen psychisch krank werden oder im Anschluss an einer sogenannten posttraumatischen Belastungsstörung leiden würden.

Mit den Screenings soll nach Informationen der "Welt" bereits Ende diesen Jahres begonnen werden - bei Soldaten, die nach Afghanistan gehen. Später sollen die Psycho-Tests aber auch schon bei der Einstellung sowie vor den einzelnen Einsätzen im Ausland durchgeführt werden. Der Grund: "Wir sehen, dass die Erkrankten zumeist bereits vor dem Einsatz unerkannte psychische Störungen gehabt haben", zitiert die Zeitung Professor Hans-Ulrich Wittchen, Studienleiter an der TU Dresden. Die Bundeswehr müsse deshalb bei der Entscheidung, welche Soldaten sie in schwierige Einsätze schickt, sensibler auf die Leute eingehen und spezifischer auswählen, so der Professor weiter.

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Die Erkenntnisse aus den Screenings will die Bundeswehr in einer Akte mit dem Titel "Psychische Fitness" sammeln und den Betroffenen aushändigen, kündigt Klaus von Heimendahl, Beauftragter für posttraumatische Belastungsstörungen bei der Bundeswehr gegenüber der "Welt" an.

mm

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