Nach dem Asylstreit

Bundesweite CSU? Schäuble warnt die Schwesterpartei

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Wolfgang Schäuble

Der Bruch zwischen CDU und CSU scheint vorerst abgewendet. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble warnt die CSU dennoch vor bundesweiten Ambitionen.

Berlin - Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat die CSU vor einer bundesweiten Ausdehnung gewarnt. „Das Besondere an der CSU ist neben ihrer politischen Schlagkraft ja auch ihre besondere bayerische Identität“, sagte der CDU-Politiker der Augsburger Allgemeinen

Die CSU laufe in einem solchen Fall Gefahr, diese bayerische Identität „ein Stück weit verlieren“, fügte Schäuble hinzu. Im Streit um die Flüchtlingspolitik war ein Bruch des Bündnisses zwischen CDU und CSU nicht mehr ausgeschlossen worden. Zwar ist der akute Streit seit Ende Juni beigelegt. Er könnte jedoch schnell wieder hochkochen.

Schäuble mahnt: Osteuropäischen Staaten respektvoll begegnen

Zum Widerstand osteuropäischer Staaten gegen die Asylpolitik der Bundesregierung sagte Schäuble: „Wir müssen auch denen, die nicht unserer Meinung sind, respektvoll begegnen.“ 

Der Bundestagspräsident erinnerte an die Zeit der Wiedervereinigung. „Gerade wir Deutschen sollten nicht vergessen, dass wir unsere Einheit auch den Polen und den Ungarn verdanken. In Polen hat die Solidarnosc-Bewegung das Eis gebrochen, Ungarn hat die Grenze nach Österreich für die Bürger der DDR geöffnet.“

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dpa

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