Burundi: Gespenstische Ruhe nach gescheitertem Putschversuch

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Ein Polizist entfernt Steine von der Straße - die Lage in der Bujumbura hat sich vorerst beruhigt. Foto: Ajax Nzeyimana

Bujumbura/New York (dpa) - Nach dem gescheiterten Putschversuch in Burundi hat sich die Lage in dem ostafrikanischen Land am Samstag beruhigt.

In der Hauptstadt Bujumbura herrschte gespenstische Ruhe, nach Augenzeugenberichten hatten nur wenige Geschäfte und Banken im Zentrum geöffnet. Auf den Straßen patrouillierten Soldaten.

Staatspräsident Pierre Nkurunziza war am Freitag nach Burundi zurückgekehrt, nachdem sich die Putschisten am Morgen ergeben hatten. Nach Regierungsangaben wurden mehrere Dutzend Menschen festgenommen. Der frühere Geheimdienstchef Godefroid Niyombare hatte am Mittwoch die Reise des Staatschefs zu einem Krisengipfel in Tansania genutzt, um an der Spitze einer Gruppe von Militärs nach der Macht zu greifen. Danach gab es Kämpfe zwischen Regierungstreuen und Putschisten.

Unklar war am Samstag, ob Nkurunziza trotz internationaler Aufrufe am Termin für die Präsidentwahl am 26. Juni festhalten wird. Gegen sein Vorhaben, für eine dritte Amtszeit zu kandidieren, hatte es heftige Proteste gegeben. Nach Schätzungen der UN sind seit Mitte April mehr als 105 000 Menschen aus Burundi in die Nachbarländer geflohen.

Der UN-Sicherheitsrat erklärte nach dem Scheitern des Putschversuchs, nur Dialog und Versöhnung könnten die Krise friedlich, transparent und dauerhaft beenden. "Die Mitglieder des Sicherheitsrates rufen alle Seiten auf, Zurückhaltung zu üben, nicht zur Gewalt oder zur Vergeltung zu greifen, Streitigkeiten friedlich beizulegen und Burundis Frieden und Stabilität über alles zu setzen."

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