Cain soll jahrelang eine Affäre gehabt haben

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Es sieht nicht gut aus für den Republikaner Herman Cain.

Washington - Es sieht nicht gut aus für den Republikaner Cain. Erst haben vier Frauen den Präsidentschaftsbewerber sexueller Belästigung beschuldigt, jetzt geht eine angebliche Geliebte an die Öffentlichkeit.

Nach Vorwürfen sexueller Belästigung ist der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Herman Cain (65) wegen einer angeblichen Affäre erneut in die Schlagzeilen geraten. Eine Geschäftsfrau aus Atlanta behauptet, fast 14 Jahre lang mit ihm liiert gewesen zu sein. Der verheiratete Cain wies dies jedoch kategorisch zurück. “Ich hatte keine Affäre“, sagte er dem Sender CNN am Montagabend (Ortszeit). Es habe sich um reine Freundschaft gehandelt. Er werde seinen Kampf um die Präsidentschaftskandidatur 2012 nicht aufgeben, bekräftigte Cain weiter.

Die 46-jährige Ginger White sagte dem Sender Fox 5 in Atlanta, sie habe Cain Ende der 90er Jahre kennengelernt, als er Chef der nationalen Restaurant-Vereinigung (National Restaurant Association) gewesen sei. Die Affäre habe bis kurz vor Cains Einstieg ins Präsidentschaftsrennen in diesem Jahr gedauert. Sie sei nicht stolz auf die Affäre, sagte White. Sie gehe damit nur an die Öffentlichkeit, weil die Sache ihrer Ansicht nach ohnehin von anderer Seite ans Tageslicht gezerrt worden wäre.

“Es war nicht kompliziert“, sagte sie dem Sender über die angebliche Beziehung. “Ich war mir bewusst, dass er verheiratet war, und ich war mir bewusst, dass ich in eine sehr unangemessene Beziehung verwickelt war.“

Cain sprach von “Schmiertaktiken“, hinter denen politische Gegner steckten, “die Angst vor einem Präsdienten Cain haben“. Der 65-Jährige war erst unlängst ins Gerede geraten: Insgesamt vier Frauen hatten ihn der sexuellen Belästigung beschuldigt. Alle angeblichen Vorfälle sollen sich in den 90er-Jahren ereignet haben, Cain hat alle Vorwürfe kategorisch zurückgewiesen.

Der frühere Chef einer Pizzakette war bereits zeitweise Favorit der Republikaner gewesen. In den vergangenen Wochen gingen seine Popularitätswerte aber deutlich zurück. An seiner Stelle stieg der ehemalige Präsident des Abgeordnetenhauses, Newt Gingrich, auf. Laut Umfragen führen Gingrich und der Exgouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, das republikanische Bewerberfeld zurzeit an.

Die Vorwahlen der Republikaner beginnen Anfang Januar. Die Präsidentenwahl ist am 6. November 2012.

dpa

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