Nach Facebook-Datenskandal

Cambridge Analytica: Umstrittene Datenanalyse auch bei Bundestagswahl im Einsatz?

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Seit den Enthüllungen um den Facebook-Datenskandal steht das britische Unternehmen „Cambridge Analytica“ in der Kritik.

Nach dem Facebook-Datenskandal bestreiten SPD, FDP, Grüne und Linke eine Zusammenarbeit mit Cambridge Analytica. CDU und AfD äußern sich zunächst nicht.

Berlin - Im Bundestagswahlkampf haben auch deutsche Parteien gezielt Wähler im Netz und an den Haustüren kontaktiert - dabei aber nicht Methoden wie die Firma Cambridge Analytica genutzt. Weder SPD noch FDP, Linke oder Grüne hatten Kontakt zu dem Unternehmen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den Parteien ergab. Von CDU und AfD lagen am Donnerstag zunächst keine Antworten vor.

Der SPD-Parteivorstand ...

...habe im Bereich Social-Media-Targeting mit einem deutschen Dienstleister zusammengearbeitet, sagte ein Sprecher der Sozialdemokraten. Für den Haustürwahlkampf habe die SPD Daten aus eigenen Umfragen und öffentlich zugängliche Daten verwendet. Informationen, die Wahlkämpfer an der Tür erhielten, seien nie personenbezogen ausgewertet worden.

Die FDP sei ...

... eine „Datenschutzpartei“ und verzichte auf personenbezogenes Microtargeting, hieß es bei den Freidemokraten. Zielgruppen seien im Wahlkampf „nur auf der Basis aggregierter und anonymisierter Daten“ ermittelt worden. Über den Haustürwahlkampf hätten die Wahlkreiskandidaten vor Ort entschieden.

Auch die Linke ...

... hat nach eigenen Angaben keine externen Dienstleister kontaktiert oder beauftragt. „Uns ist der Datenschutz sehr wichtig, deshalb nutzen wir keine externen Daten und auch nicht alle Möglichkeiten, die Facebook zur Verfügung stellt“, sagte ein Sprecher. Die Partei verzichte zum Beispiel auf den Einsatz der Funktion „Custom Audiences“, bei dem bestimmte Nutzergruppen gezielt angesprochen werden.

Die Grünen ...

... hätten ebenfalls keine externen Dienstleister kontaktiert, sagte ein Sprecher. Die Partei hat im Wahlkampf in sozialen Netzwerken gezielt Wählergruppen angesprochen - aber „datenschutzkonform“, wie er betonte. Die Grünen habe keine Datensätze oder Profile gekauft oder miteinander verknüpft und ihre Methoden immer offengelegt. Für den Haustür-Wahlkampf hätten die letzten Wahlergebnisse ohne personenbezogene Daten die Basis geliefert.

dpa

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