Kranken helfen ist wichtiger

Cannabis darf nicht einfach erlaubt werden

Peter Klebe über Cannabis als Droge und als medizinischer Helfer

Weil das Verbot von Cannabis den Schwarzmarkt fördert, schlagen Juristen die Legalisierung von Cannabis vor. Ein seltsames Argument, sagt Kommentator Peter Klebe.

Wie bitte? Juristische Laien sind verwundert, wenn sie hören, dass ausgerechnet hochkarätige Professoren für Strafrecht eine Legalisierung von Cannabis fordern. Ihr Argument, der verbotene Konsum fördere den Schwarzmarkt und treibe viele in die kriminelle Ecke, klingt seltsam. Selbst wenn das Verbot unverhältnismäßig sein sollte und das Ziel, den Handel und Konsum des Rauschmittels einzudämmen, nicht erreicht wurde: Eine nachweislich süchtig machende Droge darf mit dieser Begründung nicht mal so eben erlaubt werden.

Angesetzt werden sollte eher bei der heilsamen Wirkung von Cannabis in der Schmerztherapie. Ärzte klagen zu Recht über die hohen Hürden bei der Verschreibung der Substanzen und der Kostenübernahme durch die Krankenkassen. Auf diesem Gebiet muss Cannabis entkriminalisiert und für medizinische Zwecke weiter erforscht werden.

Der Ansatz israelischer Wissenschaftler, die süchtig machenden Substanzen aus Medikamenten herauszufiltern, lässt hoffen. Solche Forschungen muss es auch hier geben. Kranken zu helfen ist wichtiger als Drogen zu erlauben.

Kontakt zum Autor: kle@hna.de

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