Castor-Proteste haben womöglich Folgen

Frankfurt / Lüneburg. Sie blockierten Gleise und kletterten auf Bäume: Für hessische Aktivisten hat der Protest gegen den Castor-Transport womöglich noch Folgen.

Das Niederlassen auf den Schienen kann nach Polizei-Angaben als Ordnungswidrigkeit gewertet werden. „Dann könnte es ein Bußgeld geben“, sagte ein Sprecher in Lüneburg. Beschädigen Demonstranten die Gleise, „dann ist das eine Straftat“. Das massenhafte Herausnehmen von Schottersteinen aus dem Gleisbett („Schottern“) gelte als gefährlicher Eingriff in den Schienenverkehr. „Das läuft dann über die Staatsanwaltschaft.“

Der mit Atommüll beladene Zug hatte in der Nacht zum Samstag Hessen durchquert, zwischen Darmstadt und Dieburg musste er stoppen. Protestler standen dort auf den Gleisen, sie wurden von der Polizei fortgebracht. Bei Petersberg nahe Fulda entdeckte eine Streife in einem Wald vier Aktivisten, die nahe der Gleise in den Bäumen saßen. Der Zug fuhr jedoch ungehindert vorbei. Zuvor hatten laut Bundespolizei fünf oder sechs Demonstranten bei Darmstadt-Kranichstein vergebens versucht, auf das Gleis zu gelangen.

Begleitet von Protesten und Blockadeaktionen bahnte sich der Castor-Transport am Samstagvormittag seinen Weg durch Niedersachsen. Immer wieder kam der Zug mit den elf Atommüll-Behältern ins Stocken, weil Demonstranten auf die Gleise liefen. In der Nacht zum Samstag war es im niedersächsischen Wendland erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Atomkraftgegnern und Polizei gekommen. Auch in der Pfalz hatte der Transport wegen Protestaktionen stoppen müssen. (dpa)

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