Deutsche Castor-Gegner bereiten Blockaden vor

Mannheim. Atomkraftgegner aus dem Südwesten wollen die Durchfahrt des Castor-Transports von Frankreich nach Gorleben verhindern. Schwerpunkt der Aktionen solle wie in den vergangenen Jahren der Grenzübergang Berg sein, teilten die Initiativen am Mittwoch mit.

Mit einer „Südblockade“ wollen die Aktivisten den Zug aufhalten oder zu einem Umweg zwingen. Die Polizei ist nach Angaben aus dem Mainzer Innenministerium vom Mittwoch auf Protestaktionen vorbereitet.

Aktualisiert um 17.50 Uhr

Der Transport startete nach Angaben von Greenpeace um 16.00 Uhr. Zuvor war er in Frankreich auf massiven Widerstand gestoßen. In der Nähe des Bahnhofs Valognes hatten Demonstranten Gleise besetzt und zum Teil zerstört. Die Polizei sei daraufhin mit Tränengas gegen sie vorgegangen, sagte eine Sprecherin des Netzwerks Atomausstieg („Sortir du nucleaire“). Fünf Demonstranten wurden festgenommen.

Die Route des Transports ist noch unklar. Drei Varianten für den Grenzübertritt sind möglich: über Kehl, über Berg oder über Saarbrücken. Welche Strecke der Zug nimmt, wird offiziell nicht mitgeteilt. Die Atomkraftgegner im Südwesten erwarten den Zug frühestens am Donnerstagnachmittag, wahrscheinlicher sei jedoch der Freitag.

Die Ankunft in Gorleben ist für Samstag geplant. Bereits am Abend will die Greenpeace-Jugend vor dem Mannheimer Hauptbahnhof demonstrieren. Aus Grablichtern soll ein großes X ausgelegt werden. „Dieser Castortransport darf nicht nach Gorleben rollen“, sagte einer der Organisatoren, Faty Arnautovic. Im Zwischenlager Gorleben sei der Strahlengrenzwert bereits in diesem Jahr überschritten worden. (dpa/lni)

Rubriklistenbild: © dpa

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